Weihnachten auf dem Rastplatz: Frühstück für gestrandete Lkw-Fahrer

Soziale Aktion bringt Freude


Für die Lkw-Fahrer gab es ein warmes Frühstück und Besuch vom Verein zur Unterstützung von Familien Senioren und Kindern (FSK). von privat
Für die Lkw-Fahrer gab es ein warmes Frühstück und Besuch vom Verein zur Unterstützung von Familien Senioren und Kindern (FSK). © privat

Kreis Olpe. Der Verein zur Unterstützung von Familien Senioren und Kindern (FSK) hat am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, wieder gestrandete Lkw-Fahrer auf den Autobahnrastplätzen besucht und ihnen ein warmes Frühstück spendiert.


Die Aktion “Frühstück für gestrandete Lkw-Fahrer, die Weihnachten nicht nach Hause kommen“ startete am 1. Weihnachtsfeiertag morgens um 10 Uhr. Auf drei Raststätten an der A4 und der A45 suchten die Vereinsmitglieder Martin und Wolfgang Engel, Anette Knipp, Annemarie Sauermann, Silke Sondermann, Hanna und Jochen Sauermann Lkw-Fahrer auf.

Für die Lkw-Fahrer gab es ein warmes Frühstück und Besuch vom Verein zur Unterstützung von Familien Senioren und Kindern (FSK). von privat
Für die Lkw-Fahrer gab es ein warmes Frühstück und Besuch vom Verein zur Unterstützung von Familien Senioren und Kindern (FSK). © privat

Es wurde gemeinsam gefrühstückt und nette Gespräche geführt. Die Fahrer aus Polen, Weißrussland, der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Lettland waren freudig überrascht über die Einladung. Mitglieder des Vereins suchten die Raststätten zuvor am 24. Dezember auf, um die Fahrer für den nächsten Tag einzuladen.

„Es ist leider so, dass die Fahrer kaum noch Spesengelder bekommen und sie so gezwungen sind, sich selbst zu versorgen. Wie das dann an Feiertagen aussieht, kann man sich vorstellen. Ein warmes Frühstück ist dann für die Fahrer schon etwas Besonderes,“ so der 1. Vorsitzende Jochen Sauermann.

Heimweh fühlbar

„Es ist schon bedrückend, wenn die Fahrer von ihren Familien zu Haus sprechen. Da kann man das Heimweh fühlen. Da lernt man erst mal zu schätzen, Weihnachten im Kreis der Familie feiern zu können, “ ergänzte Martin Engel.

Verschiedene Lkw-Fahrer berichteten, man habe im Kollegenkreis über die Aktion im vergangenen Jahr gesprochen und habe insgeheim gehofft, dass sich diese Aktion wiederhole. „Sie haben uns ein Stück Weihnachten gebracht, das werde ich nie vergessen“, bedankte sich Alexander aus der Ukraine.

Friedliches Miteinander

„Es war sehr schön zu sehen, wie gut unsere Geste bei den Fahrern ankam und es gab uns auch ein gutes Gefühl. Besonders schön war zu sehen, dass die Fahrer aus Russland, Weißrussland und der Ukraine sich gut verstanden und keinerlei Probleme hatten, gemeinsam mit uns zu frühstücken“, so Annemarie Sauermann abschließend.

Schon in der Vorweihnachtszeit besuchten FSK-Mitglieder mehr als 60 Familien und alleinstehende Personen in der Gemeinde Wenden und den benachbarten Kommunen. „Zum einen war es schön, wie herzlich wir empfangen wurden, aber es macht doch nachdenklich, dass wir für viele Menschen der einzige Besuch in der Weihnachtszeit waren“, berichtete Hanna Sauermann.

Artikel teilen: