Warum im Kreis Olpe die Martinshörner heulen
Betreuungsplatz eingerichtet
- Kreis Olpe, 11.03.2023
- Blaulicht
Kreis Olpe. Viele Bürger dürften am Samstagvormittag, 11. März, von reichlich Tatütata überrascht oder gar geweckt worden sein. Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Die zahlreichen Einsatzfahrzeuge, die seit 8 Uhr mit Martinshorn und Blaulicht durch Teile der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein fahren, sind Bestandteil einer besonderen Übung.

Der Fachdienst „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ des Kreises Olpe führt diese Übung mit der Fachbezeichnung „Betreuungsplatz-Bereitschaft 500“ aus. Die Aufgabe des Verbands ist es, aufgrund einer besonderen Unglücks- oder Schadenslage einen Betreuungsplatz für bis zu 500 Personen einzurichten, zu betreiben und für einen längeren Zeitraum sicherzustellen.

Zudem ist dort eine begrenzte sanitätsdienstliche Versorgung leicht verletzter Personen möglich. Im Rahmen der heutigen Übung wird dieser Betreuungsplatz seit 10 Uhr in der Schützenhalle in Elspe eingerichtet. Vorgeschaltet war eine Alarmübung für die beiden Einsatzeinheiten 2 und 4 des Kreises Olpe.
Daher fuhren ab 8 Uhr Fahrzeuge mit Alarm durch den Kreis Olpe und Teile des Kreises Siegen-Wittgenstein. Die Übung dient als Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Einsatzeinheiten und erfolgte unangekündigt. Sie endet gegen 14 Uhr.
Hintergrund:
Die Einsatzeinheit Nordrhein-Westfalen (EE NRW) ist eine multifunktionale, autark einsetzbare und landesweit einheitliche Komponente des Sanitäts- und Betreuungsdienstes. Sie dient in der Stärke eines erweiterten Zuges (in der Regel 31 Einsatzkräfte) zur Versorgung von Patienten oder unverletzten Betroffenen. Sie besteht aus einem Führungstrupp, einer Sanitäts- und einer Betreuungsgruppe sowie einem unterstützenden Techniktrupp.
Durch eine EE NRW können bis zu 250 unverletzte Betroffene in einer Anlaufstelle erstbetreut und im weiteren Einsatzverlauf in einer Betreuungseinrichtung untergebracht und verpflegt werden. Die gesamte EE NRW kann im Sanitätseinsatz 25 leicht verletzte Patienten erstversorgen, bis eine weitergehende Behandlung erfolgt.
Um die Übung „Betreuungsplatz-Bereitschaft 500“ auszuführen, wurden zwei Einheiten (EE NRW OE 02 und EE NRW OE 04) alarmiert.
