Warnstreik im Verkehr: Einige Busausfälle und leergefegte Bahnhöfe im Kreis
Ostkreis vorrangig betroffen
- Kreis Olpe, 27.03.2023
- Straße & Verkehr , Wirtschaft
- Von Nils Dinkelund Lorena Klein
Kreis Olpe. Der Warnstreik der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) macht sich am Montag, 27. März, auch im öffentlichen Verkehr des Kreises Olpe bemerkbar. Während des gesamten Tages kann es vorkommen, dass Busse und Bahnen verspätet oder gar nicht kommen.




Einige Beschäftigte versammelten sich zudem an zentralen Streiklokalen, beispielsweise in Olpe und in Siegen.

Beim Unternehmen Westfalenbus verlässt an diesem Tag kein Bus den Betriebshof in Altenhundem. Ausgestattet mit Pfeifen, Klappern und Westen setzten sich die Mitarbeiter, die sonst in den Kreisen Siegen, Olpe und Hochsauerland unterwegs sind, für mehr Lohn ein. „Insgesamt legten 35 Busfahrer und Werkstattmitarbeiter ihre Arbeit nieder“, so Yvonne Liska, Betriebsgruppenvorsitzende der Gewerkschaft EVK und Busfahrerin.



Im Südwestfalen seien die Hagener Straßenbahn AG, die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, die Sander Reisen GmbH, die Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr, die Märkische Verkehrsgesellschaft sowie die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd zum Streik aufgerufen worden, gibt der ver.di-Bezirk Südwestfalen auf seiner Website bekannt.
Auf ihrer Website informieren die VWS über Auswirkungen des Streiks: „Voraussichtlich werden einige Busse und viele Bahnen aufgrund des Streiks am Montag in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein nicht fahren“, heißt es.
Dabei sind im Kreis Olpe vorrangig Busverbindungen in Lennestadt, Attendorn, Finnentrop und teilweise auch in Olpe von dem Warnstreik betroffen und fallen aus.

Besonders gebeutelt sind Bahnreisende, denn der Fern- und der Regionalverkehr der Deutschen Bahn findet wegen des Streiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nicht statt. So ist es auf der sonst rege befahrenen Ruhr-Sieg-Strecke ganz ruhig. Gleiches gilt für die Bahnstrecke Olpe - Finnentrop, denn auch die Züge der Hessischen Landesbahn fahren am Montag nicht.
„Der Streik richtet sich vorranging an die Arbeitgeber. Dass auch die Bevölkerung die Auswirkungen spürt, ist ein unumgänglicher Kollateralschaden“, so Jürgen Weißkirch, Bezirksgeschäftsführer von ver.di.
Zufällig falle der ganztägige Streik auch auf den Streiktag der EVG, erklärte Weißkirch. Für die anstehende Tarifverhandlung am Nachmittag in Potsdam hat der Siegener Bezirksgeschäftsführer klare Forderungen: „Dass die Arbeitgeber sich bewegen - und zwar in die richtige Richtung.“
