Warnstreik im Busverkehr: Am Montag drohen Behinderungen

Linien im Kreis Olpe betroffen


  • Kreis Olpe, 30.01.2026
  • Straße & Verkehr , Verschiedenes
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Viele Busse könnten am Montag in den Depots bleiben, da die Gewerkschaft zum Warnstreik aufgerufen hat (Symbolfoto). von Wern Group
Viele Busse könnten am Montag in den Depots bleiben, da die Gewerkschaft zum Warnstreik aufgerufen hat (Symbolfoto). © Wern Group

Kreis Olpe/Siegen. Im Busverkehr in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein muss am Montag, 2. Februar, mit Einschränkungen und Fahrtausfällen gerechnet werden. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Westfalen Süd und Suerlänner zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.


Damit will die Gewerkschaft Druck in der laufenden Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr machen. Aufgerufen zum Warnstreik sind die Beschäftigten aus dem Fahrdienst. Sie sollen mit Beginn der Frühschicht am Montagmorgen zum Ende der Spätschicht in der Nacht zu Dienstag, 3. Februar, die Arbeit niederlegen.

„Belastung an die Grenzen gekommen“

„Die Belastung im Nahverkehr ist längst an die Grenzen gekommen“, betont ver.di-Bezirksgeschäftsführer Michael Schnippering. „Ohne deutliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen werden wir den Personalmangel nicht bewältigen. Ein zukunftsfähiger ÖPNV braucht attraktive Jobs – und dafür müssen die Arbeitgeber die Verantwortung übernehmen. Doch statt eines Angebots wird bislang nur mit Gegenforderungen gedroht.“

Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW war am Mittwoch, 21. Januar, ergebnislos beendet worden. In NRW legt die Gewerkschaft einen deutlichen Fokus auf Entlastung durch mehr Zeit. Die fordert die Kürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, mehr Ruhezeit zwischen zwei Schichten und einen Zuschlag von 40 Prozent für Arbeit an Sonntagen.

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