Update: Kreis Olpe sagt Termine mit AstraZeneca bis 21. März ab

Corona-Impfung mit dem Wirkstoff vorerst bundesweit gestoppt


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Der Impfstoff von AstraZeneca. von privat
Der Impfstoff von AstraZeneca. © privat

Kreis Olpe. Die bundesweite Aussetzung der Impfungen mit AstraZeneca hat auch unmittelbare Konsequenzen für alle bereits vereinbarten Termine im Impfzentrum Attendorn, die bis einschließlich kommenden Sonntag, 21. März, abgesagt werden.


„Alle Betroffenen erhalten in Kürze eine entsprechende Mail vom Impfzentrum. Ob und wann die Impfungen fortgesetzt werden können, stehe derzeit noch nicht fest. Informationen werden jeweils aktuell auf der Internetseite des Impfzentrums veröffentlicht. Die Impftermine mit Biontech/Pfizer für Personen ab 80 Jahren finden planmäßig statt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung Olpe vom frühen Montagabend, 15. März.

Ursprünglicher Bericht:

Weiterer Rückschlag im ohnehin nicht richtig auf Touren kommenden Impfgeschehen in Deutschland: Ab sofort werden Impfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca bundesweit ausgesetzt. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Montagnachmittag, 15. März, bekanntgegeben.

Die Bundesregierung reagiert damit auf eine aktuelle Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts. Das Institut hält angesichts von Meldungen über Thrombosen der Hirnvenen nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) werde entscheiden, „ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken“.

Stopp auch in anderen Ländern

Die AstraZeneca-Impfungen sind in den vergangenen Tagen nach Berichten über Nebenwirkungen bereits in mehreren europäischen Ländern ausgesetzt worden – unter anderem in den Niederlanden, in Dänemark, Irland, Island und Norwegen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte zunächst weiter impfen wollen, hat sich jetzt aber doch für die Impfpause entschieden.

Anlass der Stopps sind Berichte über Komplikationen nach den Impfungen durch die Bildung von Blutgerinnseln. Der Ema wurden bislang etwa 30 Fälle von Gerinnungsstörungen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet – und das bei bislang knapp fünf Millionen Geimpften.

Zeitplan nicht einzuhalten

AstraZeneca verteidigte seinen Impfstoff und sieht kein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln in Zusammenhang mit dem Vakzin. Eine Analyse aller verfügbaren Sicherheitsdaten von mehr als 17 Millionen geimpften Menschen habe keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko einer Lungenembolie, einer tiefen Venenthrombose oder eines Rückgang der Blutplättchen ergeben.

Durch die Aussetzung der Impfung mit AstraZeneca wird sich der vorgesehene Zeitplan beim Impfen nicht einhalten lassen.

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