Ungewissheit: Ausstehendes Gerichtsurteil schwebt über Kreisliga A

Meisterehrung und mehr beim Staffeltag


  • Kreis Olpe, 18.07.2025
  • Sport
  • Von Hartmut Poggel
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Die Meister der Kreisligen A bis C erhielten von den Staffelleitern und dem FLVW-Kreisvorstand die entsprechenden Urkunden. von Hartmut Poggel
Die Meister der Kreisligen A bis C erhielten von den Staffelleitern und dem FLVW-Kreisvorstand die entsprechenden Urkunden. © Hartmut Poggel

Kreisgebiet/Benolpe. „Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand“, lautet ein Sprichwort. Der Fußballverein SV Türk Attendorn und die Clubs der Kreisliga A erfahren das aktuell hautnah: Vor dem Landessportgericht in Duisburg liegt die Revision von Türk Attendorn in der Causa „Germania Salchendorf vs. Türk Attendorn“. Doch wann dieses Verfahren stattfindet, ist völlig ungewiss. Vom Ausgang hängen Spielplan und Abstiegsregelung der Kreisliga A ab.


Der FLVW-Kreisvorsitzende Joachim Schlüter ging in seiner Eröffnung des Staffeltages am Donnerstag, 17. Juli, in der Schützenhalle in Kirchhundem-Benolpe auf das Gerichtsverfahren ein.

Der Kreisvorsitzende wörtlich: „In diesem Zusammenhang ist es sehr unschön, dass wir immer noch nicht wissen, ob, nach heutigem Stand Germania Salchendorf II oder unser Vertreter SV Türk Attendorn aus der Bezirksliga 5 absteigen muss. Dass ein betroffener Verein gegen ein Urteil Einspruch einlegt, ist sein gutes Recht. Dass die Berufungskammer Auslegungszweifel erkannt hat, ist für mich völlig unverständlich.“

15 oder 16 Teams?

Für den Spielausschussvorsitzenden Hartmut Baßenhoff hat diese Unklarheit zur Folge, dass die Kreisliga A derzeit in zwei Stärken mit 15 oder 16 Teams antreten wird. Fest steht aber, dass am Ausgang der Relegationen in der Saison 24/25 nicht gerüttelt wird.

Die Folie zeigt die Einteilung der fünf Staffeln im FLVW-Kreis Olpe mit den zwei Versionen für die Kreisliga A. von FLVW Olpe
Die Folie zeigt die Einteilung der fünf Staffeln im FLVW-Kreis Olpe mit den zwei Versionen für die Kreisliga A. © FLVW Olpe

Daraus ergeben sich auch die in Benolpe geehrten Meister SV Heggen (Kreisliga A/Aufstieg Bezirksliga), RW Lennestadt (Kreisliga Ba/Aufstieg KL A), SV Trockenbrück (C1), SG Lütringhausen/Oberveischede (C2) und VfR Rüblinghausen II (C3), die alle in die Kreisliga B aufsteigen.

Start in die Saison ist für die Kreisligen A und B am 10. August, die C-Ligen beginnen am 24. August und enden am 13. November. Letzter Spieltag für die Ligen A und B ist am 7. Dezember: Dieser Spieltag ist vom 22. Februar 2026 vorgezogen worden, um dem Karneval aus dem Weg zu gehen. Alle Kreisligen starten deshalb am 1. März gemeinsam. Saisonende ist am 31. Mai.

Viele rote Karten

David Hippenstiel, Vorsitzender des Kreissportgerichts, zog eine ernüchternde Bilanz der Hallensaison: „Es gab viele rote Karten wegen grober Unsportlichkeit und Schiedsrichterbeleidigung. Da die Sperren nach Spielen ausgesprochen werden, besteht natürlich die Möglichkeit, viele Freundschaftsspiele anzusetzen, um in der Meisterschaft auf keinen ,Rotsünder` verzichten zu müssen. Das ist legitim. Wir können aber auch bei heftigen Fällen wieder auf die Wochen- oder Monatssperren zurückgreifen.“

Zudem wies der KSG-Vorsitzende auf die hohen Strafen für Pyrotechnik hin. „250 Euro im ersten Fall, danach 500 und 750 folgende. Wenn ein Verein einen Verursacher dingfest machen kann, kann er die Strafe auf ihn abwälzen.“

Zwei Nachwuchsschirisaufgestiegen

138 Schiedsrichter leiten derzeit Partien im Kreis und darüber hinaus. Mit Erwin Hubert (SF Biggetal/20 Jahre) und dem erst 17-jährigen Mica Sönneken (RSV Listertal) haben zwei Nachwuchsreferees den Sprung in die Landesliga geschafft, lobte Marco Cremer, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses (KSA), die Schulungsarbeit des KSA.

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