Touristisches Leuchtturmprojekt am Biggedamm

Ferienwohnanlage soll zahlungskräftige Gäste locken / Investor wartet auf Baugenehmigung


  • Kreis Olpe, 17.06.2016
  • Von Volker Lübke
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Die Mediinvest GmbH wartet auf die Baugenehmigung für das Biggesee Resort. von LIM GmbH
Die Mediinvest GmbH wartet auf die Baugenehmigung für das Biggesee Resort. © LIM GmbH

Wander-Erlebnis, Rad-Erlebnis, Angel-Erlebnis und natürlich Wasser-Erlebnis: Die Biggetalsperre hat einiges zu bieten. Moderne Camping-Erlebnisse, um im Jargon des Tourismus-Zweckverbandes zu bleiben, gehören dazu. Geht es nach der Düsseldorfer Lindner Investment Management GmbH (LIMG), kommt eine exklusive Ferienhausanlage in Attendorn dazu.


Wie am Sonderner Kopf ist auch in der Waldenburger Bucht der umstrukturierte Campingbetrieb angelaufen. Im Bigge-Beach-Club mit Sandstrand und Club lassen sich Naturpark-Urlaub und schnelle Einkehr optimal miteinander verbinden, wirbt die Mediinvest Development GmbH, die eng mit der LIMG verzahnt ist, im Internet. Das Herzstück des Geländes ist allerdings nach wie vor ungenutzt. Oberhalb der Zufahrt zum Anleger soll auf 65.000 Quadratmetern das Biggesee Resort mit 130 Ferienhäusern entstehen. „Wir sehen, wie alle anderen rundherum bauen dürfen, und stehen in den Startlöchern“, sagte Unternehmenssprecherin Maria Franken auf Anfrage von LokalPlus.
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„Wir haben die Fläche vor Jahren erworben und würden gerne endlich loslegen“, so Franken weiter. Alles hänge an der noch fehlenden Baugenehmigung. „Es werden Gutachten gefordert, die uns eine halbe Million Euro kosten.“ Das Geld wolle der Düsseldorfer Investor schließlich nicht in den Sand setzen, sondern am Ende auch wieder erwirtschaften. Mit dem Biggesee Resort soll vor allem zahlungskräftiges Publikum angesprochen werden. Dem Bau einer Ferienwohnanlage stehen Umweltbelange entgegen. Flora und Fauna – namentlich Vegetation, Fledermäuse und besonders die Haselmaus - nennt der Attendorner Baudezernent Carsten Graumann. Letzter Stand des Verfahrens aus Sicht der Stadt Attendorn: Der Investor will schriftliche Unterlagen zum Bau und Betrieb von zunächst fünf bis zehn Häusern vorlegen, um zu sehen, wie die Sache anlaufe. „Natürlich muss für eine solche Planung Geld in die Hand genommen werden“, so Graumann. Die Stadt Attendorn habe allerdings signalisiert, das Unternehmen in Sachen Ausnahme bzw. Befreiung von Landschaftsschutzauflagen tatkräftig zu unterstützen. Zuständig für die umweltrechtliche Genehmigung ist die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis. Hier warte man schlicht auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. „Dann müssten wir eine Stellungnahme abgeben“, zitiert Kreis-Pressesprecher Hans-Werner Voß. Aktuell liege zum Biggesee Resort aber nichts vor. „Den letzten Kontakt in der Sache gab es vor etwa einem Jahr.“
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Erfahrungen im Bau und Betrieb von Ferienanlagen bringt das Duo aus Linder Investment Management GmbH und Mediinvest Development GmbH durchaus mit. Mediinvest, nach Unternehmensangaben eine Projektentwicklungsgesellschaft mit den Schwerpunkten Entwicklung und Restrukturierung neuer und bestehender Resorts und Hotelanlagen, arbeitet an drei weiteren Projekte in Mecklenburg-Vorpommern, auf Ibiza und Teneriffa. In der Waldenburger Bucht soll im Zusammenwirken der vorhandenen Campinganlage, dem Bigge Beach Club und dem geplanten Biggesee Resort „als ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Region“ entstehen.
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