Tag des Notrufs: Im Notfall 112
Lebensretter im Kreis Olpe
- Kreis Olpe, 11.02.2019
- Von Sina Schneider
Sina Schneider
Redaktion
und Jannes Hofmann
Jannes Hofmann
Redaktion
Kreis Olpe. Am Tag des Notrufs, 11. Februar (siehe Infokasten), steht die lebensrettende Telefonkurzwahl im Vordergrund: 112. Oft entscheiden Minuten über Leben und Tod, und so rettet die europaweite Einheitsnummer seit 2008 täglich Leben. Allein im Kreis Olpe gehen täglich etwa 50 bis 80 Notrufe ein, so Olaf Arns von der Leitstelle in Olpe. Doch nicht alle davon sind tatsächliche Notfälle.
„Wir sind noch eine kleine Leitstelle“, so Arns, „aber allein diesen Morgen haben wir sieben laufende Einsätze.“ Mit drei Notarztstandorten, neun Rettungswagen, zwei Krankentransporten und Standorten in Olpe, Lennestadt, Attendorn und Finnentrop ist der Kreis Olpe ausgestattet.
So gehen täglich falsche Anrufe in der Leitstelle in Olpe ein. Auch Spaßanrufe oder ausgedachte Notfälle sind dabei. Die blockieren nicht nur die Leitungen, sondern können auch polizeilich verfolgt werden.
„Oft wird auch ein Krankentransport angefordert, obwohl ein Taxi ausreichen würde“, erzählt Arns. Damit werde das qualifizierte, medizinische Personal im Krankentransport unnötigerweise genutzt.
Viele benutzen die Nummer aber auch richtig: In Notfällen, wenn Menschenleben in Gefahr sind. „Wo genau ist der Notfall?“ Das hören die Anrufer als erstes. Die Retter am Telefon versuchen, so viele genaue Fragen wie möglich beantwortet zu bekommen.
Es gelten also nicht mehr die „fünf-W-Fragen“, sondern vor allem genaues Zuhören am Telefon. „Wir leiten die Ersthelfer vor Ort dann durch die Erste Hilfe, wenn nötig auch durch Reanimationen, und bleiben am Telefon, bis der Krankenwagen eintrifft und übernehmen kann“, erzählt Arns. Fakt ist: Die Retter sind im Kreis Olpe und in der ganzen europäischen Union rund um die Uhr unter der Tel. 112 zu erreichen und werden auch weiterhin täglich Leben retten.
Weitere Infos zum Tag des Notrufs:
Auf Twitter gibt es momentan ein sogenanntes „Twitter-Gewitter“. Notrufstellen und Feuerwehren berichten einen Tag lang live von ihren Einsätzen im Berufsalltag. Dieses läuft circa zwölf Stunden lang, von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, und soll die Wichtigkeit der EU-weiten Notrufnummer verdeutlichen.
Circa 42 Prozent der Deutschen wissen nicht, dass die Notrufnummer 112 in allen EU-Staaten gültig ist.