Streckensperrung auf der Ruhr-Sieg-Strecke soeben aufgehoben
Bahnverkehr startet nach Brückenbrand wieder
- Kreis Olpe, 02.06.2026
- Straße & Verkehr
Südwestfalen. Erneut mussten sich Bahnreisende im Märkischen Kreis und im Kreis Olpe am Dienstagmorgen, 2. Juni, auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen. Die Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Plettenberg und Letmathe war gesperrt. Grund dafür waren Reparaturarbeiten an der Strecke – verursacht durch ein Feuer. Die Bahn hat die Strecke soeben (Stand: 9.45 Uhr) wieder freigegeben, wie ein Bahnsprecher auf LokalPlus-Nachfrage mitteilte.


Von der Sperrung betroffen waren die Regionalbahnlinien RE 34 (Dortmund-Sauerland-Express) und RB 91 (Ruhr-Sieg-Bahn). Für Fahrgäste bedeutete dies Teilausfälle, längere Reisezeiten und die Nutzung von Schienenersatzverkehr (SEV).
Beim RE 34 verkehrten die Züge aus Richtung Siegen nur bis Plettenberg, während die Fahrten aus Dortmund bereits in Letmathe endeten. Der Abschnitt zwischen Letmathe und Plettenberg konnte für einige Stunden nicht mit dem Zug befahren werden. Als Ersatz wurden zwei Busse des Unternehmens Aydin eingesetzt.




Noch größere Auswirkungen hatte die Sperrung auf die RB 91. Die Züge aus Hagen endeten bereits in Letmathe, aus Richtung Siegen fuhren sie nur bis Finnentrop. Damit fiel der Zugverkehr auf dem Abschnitt zwischen Letmathe und Finnentrop vollständig aus. Für die betroffenen Fahrgäste standen vier Ersatzbusse der Firma Vias Bus bereit.
Die erneute Sperrung traf Pendler auf der Ruhr-Sieg-Strecke besonders hart. Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten kam es immer wieder zu Einschränkungen durch Bauarbeiten, technische Störungen und Infrastrukturprobleme.

Die Sperrung der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Letmathe und Plettenberg stand im Zusammenhang mit einem schweren Lkw-Brand, der sich in der Nacht zu Dienstag, 1. Juni, im Bereich des Stenglingser Weges in Iserlohn ereignet hat. Dies bestätigte ein Bahnsprecher im Gespräch mit LokalPlus. Die Bahnstrecke verläuft unmittelbar entlang der Lenne unterhalb der betroffenen Brücke.
Wie die Feuerwehr Iserlohn mitteilt, wurde sie am Montagabend, 1. Juni, gegen 22.30 Uhr zunächst zu einem gemeldeten Pkw-Brand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt stellte sich jedoch heraus, dass ein Sattelzug auf der Brücke zum Industriegebiet in Vollbrand stand.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten die Zugmaschine sowie Teile des Aufliegers bereits lichterloh. Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften das Feuer von beiden Seiten.

Zusätzlich kam ein Wasserwerfer der Löschgruppe Letmathe zum Einsatz. Um Glutnester zu beseitigen, wurde ein Schaumangriff aufgebaut. Besondere Aufmerksamkeit galt dem auslaufenden Kraftstoff. Die Werkfeuerwehr Bakelite errichtete Gullisperren, um eine Verunreinigung der Kanalisation zu verhindern. Parallel dazu wurden durch die Feuerwehr Hagen Ölsperren in der Lenne installiert.
Durch die starke Rauchentwicklung kam es zeitweise zur Verrauchung einer nahegelegenen Werkshalle. Zudem musste die Bahnstrecke entlang der Lenne während des Einsatzes gesperrt werden.
Vor Ort waren neben rund 50 Feuerwehrkräften auch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn, die Polizei, das Ordnungsamt, die untere Wasserbehörde sowie Spezialfirmen zur Reinigung der Fahrbahn im Einsatz.

Zwar konnte das Feuer nach rund 45 Minuten unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten und umfangreiche Reinigungsmaßnahmen dauerten jedoch bis in die frühen Morgenstunden an. Die Brücke zum Industriegebiet bleibt nach Angaben der Feuerwehr bis auf Weiteres gesperrt.
