Sonnenfinsternis begeistert viele Menschen im Kreis Olpe
Beste Bedingungen für Hobby-Astronomen
- Kreis Olpe, 13.08.2026
- Verschiedenes
- Von Nils Dinkel
Kreis Olpe. Eine partielle Sonnenfinsternis hat am Mittwochabend, 12. August, viele Menschen im Kreis Olpe begeistert – wenn auch bei weitem nicht jeder eine spezielle Schutzbrille ergattern konnte. Abhilfe verschafften sich viele Sauerländer mit selbstgebauten Lochkameras.

Für all jene bot sich ein seltenes Schauspiel am Himmel: Der Mond schob sich vor die Sonne, so dass die Sonne im Kreis Olpe bis zu 90 Prozent verdeckt war. Zeitweise wirkte die Abendstimmung während der partiellen Sonnenfinsternis schon fast mythisch. Als sich der Mond vor die Sonne schob, merkten die Zuschauer, wie sich das Tageslicht veränderte. Mit dem Sonnenuntergang endete das Naturschauspiel.

Hobbyfotograf Otto Kordes hielt einige Momente aus Benolpe mit seiner Kamera fest. Der 74-Jährige fotografiert, seit er 17 Jahre alt ist. Seinerzeit belegte er einen VHS-Kurs. Für Naturschauspiele interessiert er sich schon lange.
Für die perfekten Fotos hatte Kordes ein starkes Stativ, ein 600er-Teleobjektiv mit speziellem Filter für eine Sonnenfinsternis und einen Fernauslöser im Gepäck. Seinen Standort – auf der Rimmert in Benolpe – hatte er einen Tag zuvor ausgeguckt.
„Das ist ja auch ein Erlebnis. Die nächste volle Sonnenfinsternis ist in 55 Jahren. Das werde ich nicht mehr erleben.”
Beim Benolper herrschte schon zuvor große Vorfreude: „Das ist ja auch ein Erlebnis. Die nächste volle Sonnenfinsternis ist in 55 Jahren. Das werde ich nicht mehr erleben“, so der 74-Jährige.

Auf der Kleusheimer Höhe zwischen Alten- und Neuenkleusheim hielt auch Timo Maaß aus Kreuztal-Eichen einige Momente fest. „Ich wollte eigentlich am Kindelsberg schauen, aber das war mir zu belebt. Ich bin Dienstagabend herumgefahren und habe geschaut, wo man die Sonnenfinsternis gut beobachten kann“, so Maaß.
Der Straßenbauer hat die Astronomie in der Coronazeit für sich entdeckt. Vorher war er an Militärflughäfen interessiert. Inzwischen hat er seine Fotoausrüstung um Smart-Teleskope ergänzt. Im Gepäck hatte er Geräte von Coronado und Seestar. Auf einem Bildschirm sah er auf der offenen Wiese die Geschehnisse live und begeisterte mit seinen Aufnahmen auch die anwesenden Besucher. Mit seinem Ergebnis zeigte sich Maaß zufrieden: „Ansonsten hätte man nach Spanien fahren müssen“, so der Hobbyastronom.
Für Fans der Astronomie lohnte sich aber auch am späteren Abend noch mal ein Blick in Richtung Himmel: Bei der Nacht der Perseiden waren zahlreiche Sternschnuppen bei klarem Himmel zu sehen.
