Sommer 2026 war der zweitsonnigste und einer der wärmsten der Geschichte
Auswertung von wetter-sauerland.de
- Kreis Olpe, 02.09.2026
- Wetter
Sauerland. Der meteorologische Sommer 2026 (Juni, Juli, August) war im Sauerland und in Wittgenstein einer der wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn. Das berichtet das Portal wetter-sauerland.de, das 114 Wetterstationen betreibt. Die Niederschlagsmenge in der Region lag bei rund 60 bis 70 Prozent der Normalmenge. Mindestens zehn Sommer waren trockener als der vergangene.

In den fünf langen Messreihen Kahler Asten (seit 1927), Eslohe (seit 1938), Lüdenscheid (seit 1941), Arnsberg (seit 1871) und Lennestadt-Theten (seit 1962) erreichte er dreimal Platz 1 und zweimal Platz 2. Allerdings haben die Stationen Arnsberg und Eslohe wegen einer Messlücke den Sommer 2023 nicht erfasst.




Rund 670 bis 750 Stunden Sonne wurden in diesem Sommer registriert. Dies waren rund 20 bis über 40 Prozent mehr als im langjährigen Mittel, so dass dieser Sommer knapp nach 2022 als der zweitsonnigste überhaupt abschloss.
Eine sehr sommerliche und rekordverdächtige Kernzeit gab es zwischen dem 18. Juni und dem 16. August. Davor und danach wurden ausreichend Regenfälle registriert, die Temperaturen lagen auf normalem Niveau und die Sonne zeigte sich durchschnittlich lang. Diese beiden Phasen sorgten dafür, dass es nicht der absolut wärmste, sonnenscheinreichste und trockenste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn war.

Dazwischen allerdings wurden sehr viele hochsommerlich warme bis heiße Tage registriert, unterbrochen meist nur von kurzen kühleren Phasen. Regen fiel in diesen zwei Monaten nur durch einige Schauer und Gewitter und nicht durch länger anhaltende Niederschläge. So trocknete die Landschaft nach und nach aus, so dass in der ersten Augusthälfte auch Waldbrände beobachtet wurden.
Wenn man aus dieser hochsommerlichen Periode noch eine Phase herausgreifen will, so ist dies die zweite Junihälfte, konkret die Zeit vom 18. bis 28. Juni. Es war ausgesprochen heiß, teils wurden elf Hitzetage in Folge gemessen. Am 27. Juni konnten verbreitet neue Rekordwerte registriert werden. Am Gymnasium Lennestadt wurde mit 39,1 Grad der Spitzenwert gemessen.

Hinzu kam eine schwüle Lufmasse, in der die Temperaturen an einigen Orten vier Nächte in Folge nicht unter 20 Grad sank, die Nacht zum 27. Juni war im höchstgelegenen Sauerländer Ort Altastenberg mit einem Tiefstwert von 26,1 Grad wohl die wärmste bisher registrierte Nacht in der Region.
Ende Juli und Anfang August wurden weitere Hitzetage erfasst, es handelte sich dabei aber jeweils um maximal zwei bis drei heiße Tage am Stück. Zudem war die Luft sehr trocken, in den Nächten kühlte es weiter ab und die Belastung war nicht so hoch wie Ende Juni. Ab Mitte August kühlte es deutlich ab, die frischeste Nacht gab es vom 23. auf den 24. August.

Messwerte aus dem Kreis Olpe
Die August-Werte einiger heimischer Wetterstationen des Messnetzes:
- Lennestadt (Gymnasium): 11 Tropentage - 16 Sommertage - 36,6 Grad max. - 67,2 Liter Regen/qm
- Welschen Ennest: 7 Tropentage - 13 Sommertage - 36,3 Grad max. - 71,6 Liter Regen/qm
- Olpe (Franziskusschule): 8 Tropentage - 14 Sommertage - 35,6 Grad max. - 94,1 Liter Regen/qm
- Attendorn: 7 Tropentage - 15 Sommertage - 35,3 Grad max. - 68,4 Liter Regen/qm
- Schliprüthen: 5 Tropentage - 11 Sommertage - 34,9 Grad max. - 93,0 Liter Regen/qm
