Smartphone statt Spielzeug: Eltern sollten regulieren, was Kinder tun
Schüler-Kolumne „Die Meinung von morgen“
- Kreis Olpe, 09.09.2026
- Schule & Bildung , Verschiedenes
- Von Moritz Schmidt
Kreis Olpe. LokalPlus gibt mit der Kolumnen-Reihe „Die Meinung von morgen“ Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis Olpe eine eigene Stimme. Wöchentlich teilen Jugendliche unterschiedlicher Schulen aus dem Kreis Olpe ihre Gedanken zu Themen, die sie bewegen – von Demokratie über Digitalisierung bis hin zu Alltag, Freizeit und persönlichen Perspektiven.

Moritz Schmidt ist 19 Jahre alt und wohnt in Bamenohl. Er hat sein Abitur am Gymnasium Maria Königin gemacht, möchte zukünftig an der Uni Siegen studieren und macht derzeit ein Praktikum bei LokalPlus. Er schreibt:
Dass Kindern und Teenagern langweilig sein kann, ist weder neu noch überraschend. Schon vor Jahrtausenden gab es aus diesem Grund Spielzeug: Ein Mittel gegen Langeweile, aus welchem die meisten mit der Zeit herauswachsen, selten praktisch und hauptsächlich spaßig.

Nun befinden wir uns im Zeitalter der Technologie, die Welt hat sich stark verändert und Spielsachen gleich mit. Handys, Tablets und Spielekonsolen sind zu komplett gewöhnlichen Gegenständen geworden, und je mehr sie sich normalisierten, umso mehr nahmen sie die Rolle eines Spielzeugs ein.
Apps für Spiele und Serien, Videospiele auf Konsolen, das Internet: Bei der bloßen Vielfalt an Möglichkeiten, die Jugendlichen, Kindern und sogar Kleinkindern geboten wird, könnte man meinen, dass es sich hierbei um das ultimative Spielzeug handelt.

So leicht ist das jedoch nicht. Nur weil man ein Kind vor ein digitales Endgerät packen kann, damit es sich stundenlang selbst beschäftigt, bedeutet dies noch lange nicht, dass man das tun sollte. Wer sich zu sehr an den Konsum von digitalen Medien gewöhnt, der wird aufpassen müssen, dass es nicht zur Sucht kommt.
Dies ist eine Herausforderung, die schon für Erwachsene schwer genug ist. Dass ausschließlich ein Kind also von sich aus eine vernünftigere Entscheidung trifft als seine Eltern, ist unwahrscheinlich genug, um es unmöglich zu nennen. Das Spielzeug ist zu verlockend, das Dopamin zu viel, um mit weniger auszukommen.
Zusätzlich gibt es Eltern, die dem Kind nicht nur das Mittel, sondern auch absolute Kontrolle über diese Mittel geben. Achten die Eltern nicht darauf, was das Kind an einem Gerät ohne Einschränkungen tut, so ist das Kind durch soziale Netzwerke einer Unmenge an Fremden ausgesetzt.

Das Internet enthält zahlreiche Inhalte, die nicht für Kinder geeignet sind. Solch ein Umfeld ist einem Kind nicht zu wünschen. Nicht nur entsteht also ein enormes Suchtpotenzial, das Kind ist Gefahren ausgesetzt und kann das Verhalten von Fremden annehmen. Das sind alles andere als gute Einflüsse.
Eltern sollten kontrollieren und regulieren, was das Kind an digitalen Geräten tut. Bildschirmzeit für Apps, Einstellungen, die den Konsum kontrollieren, Apps und Spiele, die spezifisch für Kinder gemacht sind: Es gibt viele Wege, ein gesundes Maß an Zocken und Scrollen zu fördern. Und sich mit den Spielen und Apps zu beschäftigen, die das Kind haben möchte, braucht meist nur wenige Minuten Recherche und den gelegentlichen Bick über die Schulter des Kindes.
Moritz Schmidt

(Die hier veröffentlichten Inhalte geben die Position der Autorin/des Autors wieder und entsprechen nicht notwendigerweise der Ansicht der Redaktion.)
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