Skilangläufer des SC Oberhundem beenden Saison

Drei spannende Wettkämpfe in Reit im Winkl


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Oberhundem/Reit im Winkl. Mit dem Zieleinlauf von Marius Dörrenbach im Skilanglaufstadion von Reit im Winkl in Bayern war am Sonntag, 25. März, um 11 Uhr die Wettkampfsaison für die Skilangläufer des SC Oberhundem beendet.  Zuvor gab es noch einmal drei spannende Wettkämpfe bei hervorragenden Schneebedingungen im Rahmen der Deutschen Meisterschaften.


Alle Deutschen Weltcup- und Olympialäufer dieser Saison hatten sich für das Saisonfinale gemeldet. Bereits am Freitag gingen 105 Teams der Landesverbände beim Teamsprint an den Start, knapp 280 Starter waren es am Samstag im Massenstart und am Sonntag bei der erstmals seit 20 Jahren wieder ausgerichteten Vereinsstaffel waren es weit über 400 Skisportler.

Selbst ehemalige Weltmeister und Olympiasieger, wie Tobias Angerer, Rene Sommerfeld, Axel Teichmann oder Peter Schlieckenrieder, ließen es sich nicht nehmen, bei dieser Neuauflage noch einmal an den Start zu gehen.
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Auch der Ski Club Oberhundem stellte erstmals in seiner 65-jährigen Vereinsgeschichte eine Staffel bei Deutschen Meisterschaften. Insgesamt war neben der Staffel aus Oberhundem nur noch eine Staffel, die des SK Wunderthausen, und eine gemischte Staffel aus Wunderthausen und Rückershausen, aus NRW am Start.

Gemeinsam wurden sie bereits zweimal mal Westdeutscher Meister (2010 und 2014) in der Staffel, Marius Dörrenbach sowie Manuel und Melina Schöttes. Auch wenn die beiden Jungs in dieser Saison nicht viele Trainingskilometer absolvieren konnten, stand von vorne herein fest:: Bei diesem Event wollen und werden wir gemeinsam mit Melina starten. 
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„Hier ging es in erster Linie nicht um Zeiten und Platzierungen, es sollte ein schöner Abschluss einer langen Wettkampfsaison sein. Und so war es auch, ein großes Fest der Skilanglauffamilie, jeder der nicht dabei war, hat definitiv was verpasst“, so der Vorsitzende des SC Oberhundem und zugleich auch Sportwart des Westdeutschen Skiverbandes, Andreas Schöttes. 

Startläuferin Melina Schöttes kam erwartungsgemäß unter den besten 15 Teams zum Wechsel und übergab an Bruder Manuel.  Der 24-Jährige und auch Schlussläufer Marius Dörrenbach liefen ein gutes Rennen, am Ende bedeutete das Platz 38 für das Team aus Oberhundem. „Es hat richtig Spaß gemacht, super Wetter, grandiose Stimmung an der Strecke, einfach ein toller Saisonabschluss“, waren sich die drei einig.
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Für Melina stand bereits am Freitag mit dem Teamsprint die erste Entscheidung auf dem Programm. Zusammen mit der erst 15-jährigen Bente Rekowski von SC Rückershausen vertrat sie den Westdeutschen Skiverband in der Klasse der Juniorinnen U20. Beide Sportlerinnen mussten jeweils viermal abwechselnd die sehr anspruchsvolle 1 Kilometer Sprintrunde laufen. Am Ende landete das WSV-Team auf einem hervorragenden vierten Platz.
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Genau 24 Stunden später stand die 19-jährige Schülerin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Winterberg im Massenstart auf die 20 Kilometer in der klassischen Technik wieder am Start. Musste die Oberhundemerin krankheitsbedingt das eine oder andere Rennen auf nationaler Ebene in den vergangenen Wochen auslassen, lief es auf der anspruchsvollen Zehn-Kilometer-Runde von Anfang an gut. Zwischenzeitlich auf Platz vier gelegen wurde es am Ende nach 1:00:57,5 Stunden ein hervorragender siebter Platz in der Klasse U20, lediglich zehn Sekunden hinter der diesjährigen Juniorenweltmeisterin in der Staffel Anna Maria Dietze aus Sachsen.

„Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, ich habe mich richtig gut gefühlt, das Material passte. Leider musste ich am letzten Berg abreißen lassen, aber im Vergleich zu den letzten beiden Wochenenden in Oberstdorf und Notschrei war es gut. Die Staffel am Sonntag war ein super Abschluss einer eher durchwachsenen Saison, bei einer solchen Stimmung an der Strecke hat es richtig Spaß gemacht zu laufen. Ein großes Dankschön natürlich an meine Sponsoren, ansonsten wäre vieles nicht möglich“, zog Melina Schöttes ein positives Resümee diese Wochenendes.
Höhen und Tiefen
Die Abiturientin brachte es auf den Punkt, es war eine Saison mit Höhen und Tiefen: Platz 1 im Herbst in Oberhof sowie Platz 2 im Sprint im bayrischen Finsterau waren natürlich die Highlights,  krankheitsbedingte Ausfälle und Platzierungen jenseits der Top Ten gehörten auch zu einer sehr langen Wettkampfsaison in der höchsten deutschen Rennserie. Insgesamt 16 Wettkämpfe auf höchsten Niveau absolvierte  die Oberhundemerin.

Am Ende war es ein hervorragender fünfter Platz in der Gesamtwertung des diesjährigen Deutschlandpokals. Nun ist die erste Priorität, das Abitur zu absolvieren.
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