SG Wenden mit neun Sportlern bei den Westfälischen Crossmeisterschaften

Thiesbrummel holt auf der Mittelstrecke Vizetitel


 von Sandra Clemens / SG Wenden
© Sandra Clemens / SG Wenden

Wenden. Am vergangenen Wochenende fanden im ostwestfälischen Schloss Neuhaus die Westfälischen Meisterschaften im Crosslauf statt. Neun Leichtathleten der SG Wenden gingen hier an den Start.


Die Brüder Nils und Frederik Wehner waren in der Jugendklasse über die Mittelstrecke unterwegs. Sie mussten eine etwa 3,3 Kilometer lange Runde auf und um das Gelände der Sportanlage des TSV Schloss Neuhaus absolvieren. Nils Wehner belegte in der U20 den 16. Platz und landete damit im Mittelfeld seiner Altersklasse. Sein Bruder Frederik lief auf den 17. Rang von 34 Teilnehmern in der Klasse U18, wo er sogar zu dem jüngeren der beiden Jahrgänge dieser Klasse gehört. Daniel Trinkern hatte nicht an den Start gehen können, sodass die aussichtsreiche Mannschaft der drei Jungs nicht gebildet werden konnte.

Ebenfalls ohne Aussicht auf eine Teamwertung stand Tim Thiesbrummel am Start, da er der einzige SGler über die Mittelstrecke von 4,5 km war. Im ersten Teil des Rennens hielt er sich an der vierten Position, doch eingangs der letzten Runde kämpfte er sich an den vor ihm liegenden Drittplatzierten Leon Straub aus Dortmund heran. In einem langgezogenen Schlussspurt sicherte sich Thiesbrummel den dritten Platz im Gesamteinlauf und den Vize-Westfalen-Titel in der U23.
Rebecca Baum zeigt sich von Hundebiss gut erholt
 Um 14.10 Uhr standen dann 54 Frauen aller Altersklassen an der Startlinie auf dem Rasenplatz. Es sollte auf einen 5,1 km langen Kurs gehen, der sich in so genannte Station-, Spielplatz- und Auenrunden aufteilte, die mehrfach in unterschiedlichen Abfolgen absolviert werden mussten. Kurioserweise wurden alle Läuferinnen schon nach einigen hundert Metern zum ersten Mal fehlgeleitet, sodass am Ende nur 4,1 km auf der Uhr standen. Trotz der daraus resultierenden unpassenden Renneinteilung war hier Rebecca Baum als erste Wendenerin auf dem siebten Platz der Frauenklasse (16. Platz Gesamteinlauf) im Ziel. Die 23-Jährige ist zurzeit sehr gut in Form, obwohl sie zuletzt noch einige Tage hatte pausieren müssen: Bei einer Dehn-Pause während einer Trainingseinheit wurde sie im Wald von einem Hund angefallen und in den Oberschenkel gebissen.

Am Samstag war ihr nur ihre Vereinskollegin Sandra Clemens dicht auf ihren Fersen. Obwohl die Olperin erst seit zwei Wochen wieder das Tempotraining aufgenommen hat, beendete sie ihren ersten Crosslauf überhaupt auf einem zufriedenstellenden achten Platz in der Frauenklasse (18. Platz Gesamteinlauf). Die Frauenmannschaft komplettierte Tanja Charitos, die in ihrer Altersklasse mit Rang drei den Sprung aus Podest schaffte und somit ihr zuvor selbst gestecktes Ziel erreichte. Die drei Frauen erreichten in der Teamwertung den fünften Platz.
Huckestein kämpft sich auf Rang vier
 Schließlich startete noch die Männerkonkurrenz über etwa zehn Kilometer. Schon früh setzte sich der spätere Sieger Fynn Schwiegelsohn von der LG Olympia Dortmund mit zwei weiteren Läufern ab. Simon Huckestein lag lange Zeit auf Rang 5, kämpfte sich aber auf dem unebenen Wiesenuntergrund immer näher an den vor ihm liegenden Sascha van Staa (LC Rapid Dortmund) heran. Etwa 500 Meter vor dem Ziel ging er erfolgreich vorbei und sicherte sich den vierten Platz im Gesamteinlauf und den Westfalentitel in der M30.

Sein größter Konkurrent in dieser Altersklasse wäre wohl Vereinskollege Christian Biele gewesen. Dieser musste allerdings noch im ersten Rennviertel verletzungsbedingt aufgeben. Biele hatte noch am vergangenen Wochenende einen extrem anspruchsvollen Crosslauf bei den Deutschen Polizeimeisterschaften absolviert. Nach einer laut SG Wenden „anstrengenden Arbeitswoche“ hatten sich die Muskeln anscheinend noch nicht wieder genügend regeneriert, sodass er Probleme in Rücken und Oberschenkel bekam. Die Belastung auf der Strecke auf den verschiedenen Untergründen Sand, Acker, Wiese und laubbedecktem Parkweg und die aufgestellten Strohballen-Hindernisse verschlimmerten den Zustand noch, sodass er diese unglückliche Entscheidung treffen musste.

Durch seinen Ausfall kam auch bei den Männern keine Mannschaftswertung zustande, die ansonsten mit dem dritten Wendener Sven Sidenstein gebildet worden wäre. Dieser lief zunächst ein konstantes, aber relativ einsames Rennen. Allerdings konnte er auf den letzten beiden von insgesamt fünf Runden noch zwei vor ihm laufende Athleten überholen und lief somit auf dem zwölften Gesamtrang und dem zehnten Platz in der Männer-Hautklasse ins Ziel.
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