SG Finnentrop/Bamenohl gelingt Dreier gegen DSC Wanne-Eickel

Westfalenliga-Topspiel


  • Kreis Olpe, 11.11.2019
  • Sport
  • Von SG Finnentrop/Bamenohl
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    Redaktion

Die SG Finnentrop/Bamenohl bleibt in der Westfalenliga zuhause ungeschlagen. von SG Finnentrop/Bamenohl
Die SG Finnentrop/Bamenohl bleibt in der Westfalenliga zuhause ungeschlagen. © SG Finnentrop/Bamenohl

Bamenohl. Was war denn das für ein verrücktes Spiel vor fast 800 Zuschauern am Bamenohler Schloss? Die SG Finnentrop/Bamenohl hat in einem verrückten Westfalenligaspiel am Sonntag, 10. November, gegen zehn Wanner am Ende mit 3:2 gesiegt.


Die Partie hatte gerade Fahrt aufgenommen, da zückte der Unparteiische Felix Weller aus Neunkirchen schon den roten Karton. Im Laufduell konnte sich Erik Schäfer (DSC) gegen Tobi Kleppel nur mit einem Foul an der Strafraumkante helfen. Klares Ding-Rote Karte und Freistoß für die SG, der aber leider verpuffte.

Aber die nummerische Überlegenheit brachte der SG im Anschluss keine Vorteile, denn dem DSC merkte man die Unterzahl während der 90 Minuten keineswegs an. Beide Teams hatten mehrfach den Führungstreffer auf dem Fuß. Hasan Dogruzös vertändelte das Ding aus fünf Metern freistehend, und bei der SG war es wieder einmal Ingmar Klose, der mit mehrfachen Glanzparaden zum Mann des Spieltags bei der SG avancierte.
1:0 fällt kurz vor der Halbzeit
Es war am Ende der ersten Halbzeit die SG, die in der 40´min durch ein Tor von Tobias Kleppel mit 1:0 in Führung ging. Kurz darauf erhöhte Tim Schrage in seiner unnachahmlichen Art, Ball am Fuß und ab geht die Post durch die Slalomstangen, zum 2:0 für die SG. Halbzeit. Eine gewisse Erleichterung war den Zuschauern in der Halbzeit anzumerken, denn dieses Topspiel war vor dem Spieltag in aller Munde im Kreis.

Nach der Halbzeit machte der DSC Wanne-Eickel mächtig Druck und kam in der 50. Spielminute zum Anschlusstreffer. Nach einer Ecke kam die SG Abwehr nicht raus und Alexander Schlüter spitzelte die Kugel irgendwie vorbei an Ingmar Klose in die Maschen. Im Anschluss spielten beide Teams mit offenem Visier. Dogrusöz und auch Tobi Kleppel hatten nach 60 Minuten die Chance den alten zwei Tore Rückstand wieder herzustellen, scheiterten aber am DSC Keeper Torben Krol. In der 72. Spielminute dann staunendes Schweigen am Bamenohler Schloss.
Rene Michen erzielt „Tor des Monats“
Mit einem „Tor des Monats“ erzielte Rene Michen den 2:2 Ausgleich. Er nahm die Kugel volley aus 25 Metern und die Flugbahn einer Banane erledigte den Rest. Die Kugel landete unhaltbar für Ingmar Klose im Netz. Zu diesem Zeitpunkt eine starke Leistung des DSC, mit nur zehn Akteuren den 2:0 Rückstand wieder auszugleichen.

Das Spiel wurde im Anschluss zunehmend hektischer und beide Teams versuchten den Deckel drauf zu machen. Glücklicherweise war es die SG Finnentrop/Bamenohl, die nach einem Freistoß in der 78. Minute den Ball in die Maschen legte. Und wieder war es Joker, Moritz „Mo“ Stange, der das Leder via Kopf aus zehn Metern ins linke Eck über die Linie drückte.

Im Anschluss wurde es hektisch auf dem Rasen, denn die Spieler des DSC ließen sich von der absolut überflüssigen Reklamation, es sei ein Foul vor dem 3:2 vorausgegangen, von zwei DSC Akteuren anstecken. Und auch der Trainer des DSC nahm es zum Anlass die Diskussion am Spielfeldrand mit Schiedsrichter Weller und seinem Assistenten fortzusetzen.
Schlusspfiff nach 95 Minuten
Logische Konsequenz: Rote Karte! Die aufgeheizte Stimmung schlug sich, Gott sei Dank, nicht auf die Zuschauer nieder, und nach 95 Spielminuten ertönte dann der Schlusspfiff in der Arena. Es war ein hochklassiges Spiel vor einem dankbaren Publikum.

Die SG Finnentrop/Bamenohl hat nach 13 Spieltagen nun 35 Punkte gesammelt. Der Vorsprung beläuft sich nun auf acht Zählern vor dem Zweitplatzierten, dem DSC Wanne-Eickel. Der Abstand auf den TuS Hordel beträgt elf Punkte und gar zwölf Punkte auf Hohenlimburg und den FC Lennestadt. 

Phillip Hennes führt die Torjäger-Liste mit zwölf Treffern in der laufenden Spielzeit an. Am Sonntag, 17. November, empfängt der SV Sodingen die Behle-Elf, die auswärts gar einen Punkt mehr geholt hat als am Bamenohler Schloss.
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