SG Albaum/Heinsberg unterstützt Spenden-Tour von Mario Löcker

Spendenboxen sollen Geld in die Kasse bringen


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Ziehen gemeinsam mit Mario Löcker an einem Strang: die Kapitäne der SG-Teams Michael Autsch (links) und Christopher Bock. von © SG Albaum/Heinsberg
Ziehen gemeinsam mit Mario Löcker an einem Strang: die Kapitäne der SG-Teams Michael Autsch (links) und Christopher Bock. © © SG Albaum/Heinsberg

Heinsberg/Albaum. Für seine geplante Spenden-Tour (LokalPlus berichtete, siehe Link) erhält Mario Löcker nun Unterstützung von der SG Albaum/Heinsberg.


Im März 2020 wird bei Mario Löcker aus Heinsberg ein Tumor am Hirnstamm festgestellt. Nach zwei Operationen steht als Ergebnis eine linksseitige Bewegungsstörung „mit Tremor und Doppelbildern“, so Mario Löcker. Zudem liegt bei dem heute 53-Jährigen eine durch Gleichgewichtsstörungen verursachte Gehbehinderung vor. In einer dritten Operation wird ihm ein sogenannter „Hirnstimulator“ implantiert.

Mit Physio-, Ergo- und Hippotherapie erkämpft er sich stückweise Mobilität zurück. Normales Radfahren ist für Mario nicht möglich, also schafft er sich ein Liegerad an: „Innerhalb von zwei Jahren ist es mir gelungen, vom verhassten Rollstuhl auf das Liegerad zu kommen.“

1.500 Kilometer bis Berlin und zurück

Während seiner täglichen Fahrten entsteht die Idee zu einer besonderen Tour: Am 21. April startet Mario Löcker ab dem Rhein-Weser-Turm eine Spendentour über 1.500 Kilometer nach Berlin zum Reichstag, danach unter anderem zu den Niederlassungen der Firmen Bals, Hensel und Mennekes, die ihn unterstützen, und zurück. Adressaten der Benefizfahrt sind das Elisabeth-Hospiz in Altenhundem und das focus-Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Welschen Ennest.

Zu den Unterstützern zählt auch die Spielgemeinschaft Albaum/Heinsberg. Mario Löckers Vater ist Heinsberger, seine Mutter kommt aus Albaum. Da liegt es nahe, dass die SG Albaum/Heinsberg Marios Aktion unterstützt: „Das ist selbstverständlich“, so die Vereinsvorstände.

Boxen bei Heimspielen und Tanz-Party

„Während der Heimspiele der beiden männlichen Seniorenteams in Heinsberg am 6. April, 16. April und 30. April sowie beim Heimspiel der Frauenmannschaft am 23. April in Albaum werden wir Spendenboxen aufstellen und würden uns freuen, wenn möglichst viele Fußballspielbesucher einen Beitrag leisten.“

Am Sonntag, 30. April, findet am Abend nach den Fußballspielen am Sportplatz in Heinsberg ein „Tanz in den Mai“ statt – auch dann stehen die Spendenboxen bereit.

Spenden für focus-Wohnhaus und Hospiz

Rebecca Köster, Wohnhausleitung des focus-Wohnhauses Am Cölschen Heck, ist sehr dankbar, „dass uns Mario Löcker mit auf die Reise nimmt und sich für die Bedarfe behinderter Menschen in der Gemeinde Kirchhundem stark macht“. Sie wünscht ihm viel Unterstützung: „Mit den Spenden möchten wir Angebote im Bereich der sensomotorischen Förderung wie z.B. eine Therapieschaukel oder Elemente zum Snoezeln für die Bewohner anschaffen.“

Auch Martin Schäfer, Geschäftsführer des Hospizvereins, freut sich über die Initiative von Mario Löcker: „Wir waren davon total überrascht. Ich habe ihn dann getroffen und habe gesehen, dass er ein Mensch ist, der mit unglaublicher Begeisterung versucht, anderen etwas Gutes zu tun. Das hat mich sehr beeindruckt. Von solchen Menschen und solchen Aktionen lebt das Hospiz. Vielen Dank dafür.“


Spenden

Wer diese außergewöhnliche Aktion von Mario Löcker unterstützen möchte, kann Geld einzahlen auf das Spendenkonto des St.-Elisabeth-Hospizes bei der Volksbank Sauerland, IBAN DE77 4606 2817 0460 8750 03. Der Hospizverein stellt auf Wunsch eine Spendenquittung aus. Wer für das focus-Wohnhaus spenden will, kann Geld auf das Konto bei der Sparkasse A-L-K, IBAN DE91 4625 1630 0000 0486 29, einzahlen, auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt.

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