Seit 2011: Kreis Olpe schrumpft um 2.861 Einwohner
Lennestadt und Kirchhundem stark betroffen
- Kreis Olpe, 06.10.2021
- Verschiedenes
- Von Wolfgang Schneider
Kreis Olpe. Der Kreis Olpe schrumpft weiter – nicht bei der Fläche, sondern der Bevölkerungszahl. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat der Kreis zwar nur 79 Einwohner eingebüßt, aber auf längere Sicht macht sich der Bevölkerungsschwund deutlich bemerkbar. Seit Ende 2011 ist die Einwohnerzahl um 2.861 zurückgegangen. Das entspricht beinahe der Größe von Meggen.


Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW lebten am 30. Juni 133.283 Menschen im Kreisgebiet. Lennestadt bleibt mit 25.190 Einwohner die größte Kommune, doch Olpe (24.612) und Attendorn (24.218) folgen dicht dahinter. Das Mittelfeld bilden Wenden (19.526) und Finnentrop (16.790), die Kommunen mit den wenigsten Einwohnern sind Drolshagen (11.645) und Kirchhundem (11.303).





Im Zeitraum von Ende 2011 bis Mitte 2021 hat Lennestadt 1.158 Einwohner eingebüßt und damit den mit Abstand größten Schwund zu verzeichnen. Hohe Einbußen gab es auch in Kirchhundem (-718). Am glimpflichsten kamen Olpe (-150), Drolshagen (-158) und Wenden (-162) davon. Die drei Kommunen im Westkreis verloren somit zusammen weniger Einwohner als das ohnehin kleine Kirchhundem alleine.
Sinkende Einwohnerzahlen sind auch in den Olper Nachbarkreisen ein Problem. Der Märkische Kreis verlor von Ende 2011 bis Mitte dieses Jahres enorme 14.931 Einwohner, im Hochsauerlandkreis waren es 6.309. Vergleichsweise glimpflich kamen der Kreis Siegen-Wittgenstein mit einem Minus von 1.536 und der Oberbergische Kreis (-474) davon.
Von den sehr wenigen Kommunen in der Region, die in den vergangenen neuneinhalb Jahren einwohnermäßig zulegen konnten, verbuchten Siegen (+2.013), Gummersbach (+1.188) und Burbach (+553) die größten Zuwächse.
