Gute Nachrichten aus Berlin: Der Kreis Olpe erhält als einer der ersten Kreise in Nordrhein-Westfalen einen Förderbescheid über sechs Millionen Euro für den Breitbandausbau. Den Bescheid wird der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, am Donnerstag, 28. April, persönlich an Martin Dornseifer, Breitbandkoordinator des Kreises Olpe, aushändigen.
„Wir wollen die Breitbandversorgung in den derzeit noch unterversorgten Gebieten des Kreises Olpe entscheidend voranbringen. Deshalb haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um im ersten Förderaufruf des Bundes bereits erfolgreich zum Zuge zu kommen“, sagt Landrat Frank Beckehoff. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s bis zum Jahr 2019. Dazu sollen zahlreiche der sogenannten Kabelverzweiger im Kreisgebiet mit Glasfaser angebunden werden, so Beckehoff.
Von dort aus werden die Haushalte zwar weiterhin über Kupferkabel versorgt, die Übertragungsgeschwindigkeit wird im Vergleich zur bisherigen Versorgung aber deutlich verbessert. Die zukünftigen Ausbaugebiete wurden in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, die bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Aktivitäten zur Verbesserung der Breitbandversorgung unternommen haben, ausgewählt.
Neben den unterversorgten Ortschaften stehen laut Beckehoff vor allem auch die bisher unzureichend angebundenen Gewerbegebiete im Fokus. „Unsere Unternehmen sind dringend auf schnelles Internet angewiesen. Nur so können wir unsere wirtschaftliche Stärke und die damit verbundene Lebensqualität auf Dauer erhalten.“
Zusätzlich zu den Fördergeldern des Bundes erwartet der Kreis Olpe eine Zuwendung des Landes NRW über rund 4,9 Millionen Euro. Eine entsprechende Zusage des Wirtschaftsministeriums liegt bereits vor. Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, sind noch die genauen Fördermodalitäten zu klären sowie ein transparentes Auswahlverfahren unter den verschiedenen Netzbetreibern durchzuführen. „Es wartet also noch viel Arbeit, bevor die Bürger endlich schneller im Netz surfen können. Ein bisschen Geduld ist also noch vonnöten“, so Frank Beckehoff abschließend. (LP)