Schützenfestabsage von NRW-Minister Laumann führt zu Irritationen
Kreisoberst Markus Bröcher nimmt Stellung
- Kreis Olpe, 11.03.2021
- Dies & das
- Von Nicole Voss
Kreis Olpe. Mit seiner Aussage gegenüber verschiedenen Medien und in der Pressekonferenz am Donnerstag, 11. März, dass er nicht glaube, dass es bis Ende des Sommers Schützenfeste gebe, hat Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, auch bei Kreisoberst Markus Bröcher für Irritationen gesorgt.


Bröcher erklärte im Gespräch mit unserer Redaktion: „Das ist noch keine offizielle Aussage und nicht Bestandteil der Corona-Schutzverordnung. Ich bin erschrocken, dass ein Minister, den ich persönlich kenne und schätze, so einen halbgaren Satz von sich gibt. Genau das ist es, was die Bürger ärgert - keine klaren Aussagen.“





Die Aussage Laumanns kommt für Markus Bröcher nicht überraschend – überraschend sei der genannte Zeitrahmen bis Ende des Sommers. Das zeige, dass man sich bei der Impfstrategie und -umsetzung Fehler eingestehe.

Der Kreisoberst ist überzeugt davon, dass eine offizielle Vorlage bzw. Verordnung, die den Aussagen des Gesundheitsministers entsprechen, komme. Er stellte jedoch erneut die Art und Weise der Aussage auf den Prüfstand.
Die Schützen hätten eine gute Verbindung zur Landesregierung, aber eine derartige Absage betreffe nicht nur die Schützenvereine, sondern auch die „gebeutelten“ Musikvereine und die Schausteller, die im zweiten Jahr hintereinander keine Einnahmen verbuchen könnten.
Viele Vereine sähen sich jetzt möglicherweise bestätigt, abzusagen. „Eine klare Ansage zu machen, dass es in der ersten Jahreshälfte keine Veranstaltungen geben könne, da bin ich voll dabei. Dann sollte man abwarten und eine Entscheidung für das zweite Halbjahr treffen“, so Markus Bröcher.
Die Entscheidung über das Kreisschützenfest soll in diesem Monat fallen.
