Schöneres Leben für die Menschen in Senioreneinrichtungen
Gesundheitsminister Laumann macht Zusagen
- Kreis Olpe, 11.03.2021
- Politik
- Von Nicole Voss
Düsseldorf/Kreis Olpe. Das Leben für die Menschen in den Senioreneinrichtungen soll wieder schöner werden. Das teilte Karl-Josef Laumann, Minister für Gesundheit, Arbeit und Soziales bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf am Donnerstag, 11. März, mit.




Im Klartext heißt das: Eine neue Verordnung wird noch in dieser Woche verschickt. Diese sieht vor, die wöchentlichen Testungen für Bewohner wegfallen zu lassen.
Freiwillige Tests für Bewohner seien möglich. Mitarbeitende sollen im dreitägigen Intervall getestet werden. Menschen, die Verwandte in Altenheimen besuchen, werden weiterhin getestet. Erlaubt sind wie im privaten Bereich fünf Besucher, exklusive der Kinder unter 14 Jahren. Laumann sicherte zu, dass es in den Einrichtungen keine Überprüfungen geben werde.


„Menschen in den Einrichtungen haben oft eine begrenzte Lebenszeit, da ist ein Jahr eine lange Lebenszeit. Wir möchten den Menschen die Rückkehr zu Angeboten (Singen, Turnen, Basteln, Kochen) und mehr Normalität ermöglichen“, so Karl-Josef Laumann und begründete anhand von Zahlen: Am 23. Dezember, waren etwa 5.000 Menschen in den Einrichtungen infiziert. Aktuell sind es 400.“
Zu dem Schnelltestungen, die seit Montag, 8. März, auch im Kreis Olpe angeboten werden, sagte der Gesundheitsminister: „Es sind 220 Schnelltests zugelassen. Das Land stellt für kleinere Teststellen in den Orten 1.000 Euro zur Verfügung.“ Lieferengpässe werde es nicht geben. Bei der vereinfachten Testerfassung seien die Zahlen der Testungen und der positiven Ergebnisse meldepflichtig.

Verantworltich für die Testungen in den Schulen seien das Schul- und das Familienministerium. „Die Schulen brauchen klare Antworten, wie sie mit positiven Tests umgehen müssen“, so Karl-Josef Laumann, der betonte, dass bei positivem Test sofortige Quarantäne angeordnet und schnell ein PCR-Test gemacht werden müsse. Damit seien positive Fälle in die Überwachung der Gesundheitsämter einbezogen.

Die Impfzentren werden laut Laumann ihre zentrale Bedeutung, trotz Impfungen durch Ärzte nicht verlieren. Der Gesundheitsminister empfahl, dass in großen Firmen Impfungen auch durch die Betriebsärzte ausgeführt werden. „Wir sind für jede Impfstelle von Mai bis August dankbar. Impfstoff wird ausreichend zur Verfügung stehen. Unser Ziel ist es, jedem Menschen in NRW bis zum 21. September, ein Impfangebot gemacht zu haben.“

Der Impfstoff AstraZeneca habe laut Karl-Josef Laumann an Akzeptanz in der Bevölkerung gewonnen. Am Mittwoch, 10. März, seien erstmals 50.000 Dosen davon verimpft worden. Als gut und prädestiniert sieht der Gesundheitsminister den Impfstoff der Firma Johnson & Johnson, da dieser nur einmal verimpft werden müsse. Die Europäische Arzneimittel-Agentur entscheidet heute über die Zulassung.
