Schnipp Schnapp - Haare ab
LP-Randnotizen
- Kreis Olpe, 08.04.2023
- Verschiedenes
Bald habe ich wieder einen Friseurtermin. Nichts Besonderes, werden sich die meisten denken, doch wartet ab...




Meine Haare waren schon immer so etwas wie mein Markenzeichen. Ich habe eine richtige Löwenmähne. Viele Haare mit viel Natur, denen ich beim Wachsen quasi zusehen kann.
Vorteil: Im Winter ist es auch ohne Mütze schön warm um die Ohren und die Möglichkeit an schönen Frisuren ist schier unendlich – wenn man sie denn mal ausprobieren würde…

Nachteil: Es reicht schon ein Windstoß, um die Haarpracht in ein wildes Vogelnest zu verwandeln. Seit etwa vier Jahren lasse ich meine Haare jetzt wachsen. Momentan reichen sie mir bis zur Hüfte.
Und da wären wir wieder beim Friseurtermin: Dieses Mal soll ein bisschen mehr abgeschnitten werden. Mindestens 25 Zentimeter, um genau zu sein. Die braucht es nämlich für eine Haarspende.

Mit dem Gedanken spiele ich schon seit Monaten. Ob im Bekanntenkreis oder in den Medien: Ich finde es immer toll, wenn andere ihre Haare für den guten Zweck spenden. Für Menschen, die ihre Haare zum Beispiel aufgrund einer Chemotherapie oder anders bedingtem Haarausfall teilweise oder vollständig verloren haben.

Meine Haare würden doch perfekt für die Verarbeitung in einer Perücke in Frage kommen, dachte ich mir. Denn sie sind lang, nicht gefärbt und auch ansonsten unbehandelt. Jetzt steht der Friseurtermin. Und ich bin unglaublich gespannt!

Gespannt bin ich allerdings auch auf die Reaktion unseres Redaktionsleiters. Der meint nämlich: „Lange Haare sind die Zier einer Frau.“ Die Redaktionskolleginnen sehen das ein bisschen anders – und heißen ihn im 21. Jahrhundert willkommen.
Ein schönes Osterwochenende mit gut sitzender Frisur, egal ob kurz oder lang, wünscht
Lorena Klein
