Ruhrverband warnt vor enormer Waldbrandgefahr rund um die Talsperren
Ärgernis über hohes Müllaufkommen
- Kreis Olpe, 12.08.2020
Kreis Olpe. Ungetrübter Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke haben in den vergangenen Tagen die ohnehin schon hohe Waldbrandgefahr in NRW noch weiter ansteigen lassen. Das bereitet auch dem Ruhrverband – Betreiber der großen Talsperren und einer der größten Waldbesitzer im Sauerland – eine Menge Kopfzerbrechen.




Vom 1. März bis zum 31. Oktober jedes Jahres gilt in Wäldern zudem Rauchverbot. Der Ruhrverband weist daher ausdrücklich auf die aktuell hohe Waldbrandgefahr hin und bittet alle Besucher um verantwortungsbewusstes Verhalten.


So kann die Feuerwehr die Brandstelle im Ernstfall nicht oder erst nach dem Freiräumen der Zufahrten erreichen. Die örtlichen Ordnungsämter kontrollieren daher in diesem Sommer verstärkt die Zufahrten zu den Wäldern und lassen widerrechtlich geparkte Fahrzeuge konsequent abschleppen.
Rund 120.000 Euro muss allein der Ruhrverband jedes Jahr für das Einsammeln und Entsorgen von achtlos weggeworfenem oder vorsätzlich abgeladenem Müll aufwenden; hinzu kommen die Kosten für die Anrainerkommunen, die auf ihren Flächen ebenfalls alle Hände voll zu tun haben.
Wegen des deutlich gestiegenen Gästezustroms werden die Entsorgungskosten in diesem Jahr vermutlich sogar noch höher ausfallen. Besonders problematisch sind weggeworfene Glasflaschen: Die Scherben gefährden nicht nur die Beschäftigten des Talsperrenbetriebs beim Aufräumen, sondern auch spielende Kinder. „Übrigens: Abfälle außerhalb der vorgesehenen Behälter zu entsorgen, ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Geldbußen geahndet werden“, teilt der Ruhrverband mit.




