Rückblick auf die Kreisversammlung des DRK Olpe

Positive Entwicklungen und Herausforderungen


Torsten Tillmann (links) sowie Frank Beckehoff und Heinz-Wilhelm Upphoff verabschieden Jürgen Kowalzik (von rechts) nach über 55 Jahren aktive DRK Arbeit. von privat
Torsten Tillmann (links) sowie Frank Beckehoff und Heinz-Wilhelm Upphoff verabschieden Jürgen Kowalzik (von rechts) nach über 55 Jahren aktive DRK Arbeit. © privat

Rhode/Kreis Olpe. Offener Ganztag, Kindergärten, Blutspenden, ambulante Pflege, Sozialstationen, Beschäftigte und ehrenamtliche Mitglieder: Unter anderem hat die Kreisversammlung des DRK Kreisverbands Olpe Zahlen vorgelegt. Und eine klare Forderung an die Politik gab es auch. „Wir brauchen Hilfe, gerade im ambulanten Pflegebereich.“


Doch zunächst freute sich Präsident Frank Beckehoff neben den stimmberechtigten Delegierten, den hauptamtlichen Mitarbeitern und zahlreichen Gästen auch den Vizepräsidenten des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Heinz-Wilhelm Upphoff, begrüßen zu dürfen.

„Die vergangenen Jahre standen im Zeichen von Corona und dem Ukrainekrieg. Das DRK hat gewohnt schnell reagiert und seine Türen aufgemacht und da geholfen, wo die Not am größten war.“ Gemeinsam könne man viel bewegen. „Dieser Slogan hat sich wieder bei uns mit Leben gefüllt.“

Torsten Tillmann, hauptamtlicher Vorstand des DRK Kreisverbandes Olpe, fand aber auch kritische Wort und richtete ganz klar die Forderung an die Politik, den Sozialverbanden zu helfen.

„„ Der Motor beginnt zu stottern.“”
— Torsten Tillmann

„Wir können zurzeit in der ambulanten Pflege nicht wachsen. Wir haben nur Pflegeplätze, wenn Klienten uns verlassen. Dabei steigt die Nachfrage nach häuslicher Pflege. Wir finden keinen Nachwuchs und irgendwann wird es ein Problem werden, die Außenbezirke im Kreis zu versorgen. Der Motor beginnt zu stottern.“

Aber es gibt auch viele positive Geschäftsfelder, was Schatzmeister Dirk Atteln in seinen Zahlen präsentierte. „Sie alle haben einen sicheren Arbeitgeber, wenn ich als Banker auf die Zahlen schaue.“

Jürgen Kowalzik für 55-jährige Arbeit ausgezeichnet

Heinz-Wilhelm Upphoff überbrachte nicht nur Grußworte, sondern durfte auch Jürgen Kowalzik für über 55 Jahre Arbeit beim DRK mit der Verdienstmedaille des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe auszeichnen. Kowalzik, 1978 aus Bayern nach Attendorn gekommen und dort in den Ortsverein eingetreten, war in vielen Bereichen tätig und zuletzt im Präsidium in der Funktion des Schriftführers im Einsatz.

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Das DRK Präsidium (von links): Torsten Tillmann, hauptamtlicher Vorstand des DRK Kreisverbandes Olpe, Schriftführer Matthias Wagner, Präsident Frank Beckehoff, Justitiar Thomas Trapp, Schatzmeister Dirk Atteln, Kreisverbandsarzt, Dr. med. Jörg Conzen und Vizepräsident Dieter Kohlmeier.

Als neuen Schriftführer des Präsidiums wählten die Anwesenden Matthias Wagner vom Ortsverein Wenden. Präsident Frank Beckehoff und Schatzmeister Dirk Atteln bestätigten sie einstimmig in ihren Ämtern. Auch die Wahl der Vorsitzenden und ihrer Vertreter der sieben Ortsvereine wurde von der Versammlung einstimmig bestätigt.

Der DRK Kreisverband 2022 in Zahlen:
  • 613 ehrenamtliche Mitarbeiter
  • Mehr als 600 hauptamtliche Mitarbeiter
  • 415 Erste-Hilfe-Programme, Gesundheitsprogramme, Fachdienstausbildungen mit mehr als 5.500 Teilnehmern
  • 575 Kinder in 44 Gruppen in Kindertageseinrichtungen
  • 490 Kinder in der OGS und „Schule von acht bis eins“
  • 189 Kinder in der Schulbegleitung
  • 320 Senioren in der Pflege und Betreuung
  • 106 Selbsthilfegruppen mit knapp 1.000 Teilnehmern
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