Regionalforstamt warnt vor anhaltend hoher Waldbrandgefahr

Brandnester sofort melden


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Die Gefahr von Waldbränden, wie kürzlich bei Rothemühle, ist enorm hoch. von Sascha Hoffmann
Die Gefahr von Waldbränden, wie kürzlich bei Rothemühle, ist enorm hoch. © Sascha Hoffmann

Kreis Olpe. Laufende Kontrollgänge in den Wäldern des Kreises Olpe haben gezeigt, dass Laubstreu, Bodenflora und liegendes Holzmaterial derart trocken sind, dass ein kleiner Funke bereits verheerende Folgen haben könnte. Das gibt das Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland in einer Pressemitteilung bekannt.


Die Dürresommer der vergangenen Jahre und die Borkenkäfer sorgten für ungewöhnlich viel trockenes Totholz und damit für eine ungewöhnlich hohe Waldbrandgefahr.

Bis jetzt seien im laufenden Jahr die Schäden durch Waldbrände schon größer als im gesamten Jahr 2019. Gleichzeitig seien durch die Corona-Pandemie mehr als doppelt so viele erholungssuchende Menschen im Wald unterwegs wie üblich. Die ersten Auflockerungen der Pandemie-Einschränkungen und der sogenannte Vatertag führten wahrscheinlich zu einem zusätzlichen Andrang der Menschen in die Waldnatur.
Rauchen im Wald ist verboten
Regionalforstämter, Waldbesitzende und Feuerwehren sind momentan besonders aufmerksam, um im Falle des Falles sofort reagieren zu können. Die Forstleute von Wald und Holz NRW bitten folgende Hinweise zu beachten: Offenes Feuer und Grillen sind in einem Abstand von 100 Metern zum Wald sowie im Wald grundsätzlich verboten. Auch das Rauchen im Wald ist von Anfang März bis Ende Oktober ausdrücklich untersagt.

Aufmerksame Waldbesucher können aktiv bei der Waldbrandmeldung helfen, indem sie Brandnester und Waldbrände sofort bei den Feuerwehren über die Rufnummer 112 melden.
Ausschließlich ausgewiesene Wanderparkplätze nutzen
Die andauernden hohen Frühjahrstemperaturen und die fehlenden Niederschläge werden auch in den kommenden Tagen anhalten. Die Regionalforstämter weisen deshalb mit Nachdruck daraufhin, dass Waldbesucher ausschließlich die ausgewiesenen Wanderparkplätze nutzen und nicht an den Waldwegen parken. Diese Wege sind Feuerwehrzufahrten, durch die im Ernstfall auch große Löschfahrzeuge zum Waldbrand fahren müssen.
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