Qualität der heimischen Stollen auf dem Prüfstand
Stand auf Martini Markt
- Kreis Olpe, 06.11.2023
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Attendorn. Wenn Karl-Ernst Schmalz, Prüfer des Deutschen Brotinstitutes, beim Martin Markt in Attendorn die Qualität der heimischen Stollen unter die Lupe nimmt, ist er stets voll des Lobes. „Das sind immer tolle Stollen hier. Der Fruchtanteil ist stets über dem vorgeschriebenen Anteil“, betonte der Fachmann am Sonntag, 5. November.

Karl-Ernst Schmalz, der an diesem Tag 32 Stollen von neun Bäckereibetrieben aus dem Kreis Olpe und dem Siegerland unter die Lupe nahm, zeigte sich auch erfreut von der stets zahlreichen Anwesenheit der Bäcker bei den öffentlichen Prüfungen.

Mit der Anzahl der zu prüfenden Stollen geriet der Prüfer an seine Grenzen. Etwa 25 bis 30 Stollen am Tag seien laut seiner Aussage das Maximum, damit die Geschmacksnerven noch ihren Dienst erfüllen.
„Nach so viel „süß“ freue ich mich dann abends auf ein herzhaftes Essen“, verrät der Stollenliebhaber. Auf Nachfrage, welche Stollen wohl am beliebtesten seien, sprach sich Schmalz für den klassischen Christstollen aus. Er lobte jedoch die Experimentierfreudigkeit der Bäcker, die eine umfangreiche Auswahl vom Nuss- über Rotwein- und Mohnstollen bis hin zum Champagner- und zum Amarenastollen bieten.

Bei den Stollenprüfungen ging es nicht nur um die Qualität des Weihnachtsgebäcks. Die heimischen Bäcker servierten vor Ort Probierstücke ihrer Stollen und kamen so mit den Besuchern ins Gespräch. Der Service wurde gerne genutzt und die Besucher waren begeistert von der Qualität und dem Geschmack des weihnachtlichen Backwerks.
Auch Bürgermeister Christian Pospischil stattete dem Stand wie in den Vorjahren einen Besuch ab und freute sich, dass die Stollenprüfungen wieder auf dem Martini Markt stattfanden. Während Josefin Maiworm von der Bäckerei Maiworm fleißig Probierstücke verteilte, ging Karl-Ernst Schmalz zu Werke.

Zunächst begutachtete der Fachmann Form und Aussehen sowie Oberflächen- und Krusteneigenschaften der Stollen. Schmalz erklärte im Gespräch mit LokalPlus, dass die Backtemperatur bei etwa 90 Grad liegen sollte, damit eine dezente Kruste entstehe.
Weitere Kriterien sind die Lockerung und das Krumenbild sowie die Struktur und Elastzität der beliebten Backwerke zur Advents- und Weihnachtszeit. Erst dann werden Geruch und Geschmack unter die Nase und zwischen die Zähne genommen. Auf Wunsch erhalten die Bäcker schon kurz nach der Prüfung ein Fazit und falls nötig Tipps, kleine Defizite positiv zu verändern.

Wer mit Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet werden, wird bei der Versammlung der Bäckerinnung am Samstag, 18. November, bekannt gegeben.
