Peter Liese wirbt für Corona-Warn-App

Gesundheitsschutz


Die Corona-Warn-App ist ab sofort für Smartphones erhältlich. von Symbol Nele Muth
Die Corona-Warn-App ist ab sofort für Smartphones erhältlich. © Symbol Nele Muth

Kreis Olpe. Der Europaabgeordnete Peter Liese wirbt für die Nutzung der neuen Corona-Warn-App. Diese kann seit Dienstag, 16. Juni, auf Android- und Apple-Smartphones heruntergeladen werden.


„50 Prozent der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus werden übertragen, bevor der Überträger überhaupt Krankheitssymptome hat“, erklärte der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese, anlässlich des offiziellen Starts der Corona-Warn-App der Bundesregierung. Deswegen könnten die Gesundheitsämter auch beim größtmöglichen Engagement nicht alle Betroffenen so schnell informieren, dass die Ausbreitung langfristig effektiv gestoppt werde.

„Um eine zweite Welle, möglicherweise einen neuen Lockdown, mit all den negativen Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu verhindern, halte ich die von der Bundesregierung bereit gestellte Corona-Warn-App deshalb für einen ganz wichtigen Schritt“, so der Europaabgeordnete für Südwestfalen. Das Coronavirus sei weiter präsent und die Entwicklung in anderen Ländern wie Brasilien und Russland zeige, wie gefährlich es weiterhin sei.
Zweite Welle droht im Herbst
„Durch die strengen Maßnahmen der vergangenen Monate und die recht hohen Temperaturen, sind wir im Moment in einer guten Situation. Aber es ist überhaupt nicht sicher, dass das so bleibt. Im Herbst kann durchaus eine zweite Welle kommen. Um diese zu verhindern ist die Corona-Warn-App ein wichtiges Instrument“, so Liese. Er habe sich selbstverständlich sofort die App auf sein Handy heruntergeladen.

Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, fordert er allerdings weitere Maßnahmen. „Viele Menschen haben kein Smartphone und deswegen müssen wir technische Lösungen wie Armbänder einführen, die auch zum Beispiel für Kinder und ältere Menschen geeignet sind“, so Liese.

Außerdem müsse gerade zu Beginn der Reisesaison dafür gesorgt werden, dass digitale Anwendungen in der Europäischen Union kompatibel seien. Die Mehrheit seiner Kollegen im Europäischen Parlament habe sich bisher eher durch Bedenkenträgerei hervorgetan. „Wir müssen jetzt schnell daran arbeiten, dass die Apps der verschiedenen Mitgliedstaaten zusammenarbeiten“, so Liese abschließend.
Artikel teilen: