Peter Liese und Matthias Heider gegen Diesel-Fahrverbote
Nach Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
- Kreis Olpe, 27.02.2018
Berlin/ Leipzig Kreis Olpe. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden hat, dass Fahrverbote für Dieselautos in Städten zulässig sind, fordert der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Doktor Peter Liese das Problem an der Wurzel zu packen und Fahrverbote nur als letztes Mittel einzusetzen. Doktor Matthias Heider, CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem südlichen Sauerland und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, hat zudem vor den Folgen des Urteils gewarnt.




Sobald dieser Arbeitsplatz in einer von Fahrverboten bedrohten Stadt liegt, etwa in Hagen, Köln oder Düsseldorf, müsse der Arbeitnehmer neu klären, wie er zur Arbeit komme, so Heider. Aufgrund der Entfernungen der Orte sei die Wahrscheinlichkeit, dass betroffene Arbeitnehmer einen Diesel-Pkw fahren würden, recht hoch.


Durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts seien die Kommunen in einer schwierigen Lage, da sie Fahrverbote verhängen können, ohne dass es eine bundeseinheitliche Regelung gibt. „Wenn Kommunalpolitiker sich von Bund, Land und Europa jetzt im Stich gelassen fühlen, kann ich das gut verstehen. Wir müssen jetzt endlich auf allen Ebenen Maßnahmen ergreifen, die Schadstoffe an der Quelle bekämpfen“, sagt Liese.
Die Kommission gebe dazu nur ausweichende Erklärungen. Gerade wenn die Kommission überlege, Deutschland und neun andere Staaten wegen der Nichteinhaltung von Luftqualitätswerten zu verklagen, müsse sie endlich ihre Hausaufgaben machen. „Längst überfällig sind auch strengere Werte für Schiffe“, so Liese, der umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion (EVP-Christdemokraten) im Europäischen Parlament ist. „Die verwenden teilweise den letzten Dreck ohne wesentliche Abgasreinigung. Dies ist weder den Menschen, die unter hohen Luftschadstoffen leiden, noch den Autofahrern zu vermitteln. Hier muss sich dringend etwas ändern.“
