Partielle Sonnenfinsternis: Gute Sichtchancen im Kreis Olpe
Seltenes Naturschauspiel
- Kreis Olpe, 12.08.2026
- Verschiedenes
- Von Nils Dinkel
Kreis Olpe. Ein seltenes Naturschauspiel steht bevor: Am Mittwochabend, 12. August , ist am Himmel eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Wetterexperte Julian Pape gibt Tipps, wo die Sonnenfinsternis im Kreis Olpe besonders gut zu sehen ist. Entscheidend sei vor allem ein möglichst freier Blick in Richtung Westen und Nordwesten.

„Ideal ist ein erhöhter Standort, zum Beispiel eine offene Bergkuppe mit freier Sicht auf den Sonnenuntergang“, erklärt Pape. Ein Tal sei dagegen eher ungünstig. Konkrete Hotspots im Kreis Olpe könne er als Hochsauerländer aber nicht nennen.

Die Wetteraussichten spielen Beobachtern in die Karten: Nach aktuellem Stand ist laut Experten mit einem wolkenlosen Himmel oder höchstens einigen Schleierwolken zu rechnen. Aus meteorologischer Sicht dürften der Beobachtung damit kaum Hindernisse im Weg stehen. Zwischen etwa 19 und 20.45 Uhr steht die Sonne bereits vergleichsweise tief, weshalb ein unverstellter Blick zum westlichen Horizont besonders wichtig ist.

Pape selbst findet das Ereignis auch als Wetterexperte spannend. Eine partielle Sonnenfinsternis mit einer Verdunkelung von rund 80 bis 90 Prozent sei etwas Besonderes und komme nicht häufig vor. „Die nächste totale Sonnenfinsternis bei uns im Jahr 2081 werden viele von uns nicht mehr erleben. Deshalb ist auch eine partielle Sonnenfinsternis eine spannende Sache“, sagt er.
Umso mehr lohne es sich, die Gelegenheit bei voraussichtlich gutem Wetter zu nutzen. Schließlich könne eine Sonnenfinsternis ebenso gut auf einen vollständig bewölkten Tag fallen.

Wer das Himmelsschauspiel beobachten möchte, sollte allerdings unbedingt auf seine Augen achten. Pape warnt davor, direkt und ungeschützt in die Sonne zu schauen. Dafür sei eine geeignete Sonnenfinsternisbrille notwendig, da der direkte Blick in die Sonne die Augen schwer schädigen kann. Diese sind im Kreis Olpe jedoch weitgehend vergriffen.
Pape selbst muss für einen guten Aussichtspunkt nicht weit fahren. Er wohnt hoch am Berg und hat in Richtung Neuastenberg einen freien Blick auf den Sonnenuntergang. „Da habe ich das Glück, nicht weit weg zu müssen, um das zu sehen“, sagt er. Einen kleinen Terminkonflikt gibt es trotzdem: Genau zu dieser Zeit muss der Wetterexperte eigentlich seine Kinder ins Bett bringen.
