Olper Unternehmerstammtisch diskutiert bevorstehende Entwicklung
Konjunktur
- Kreis Olpe, 15.10.2018
Olpe. „Die fehlenden Fachkräfte dämpfen bereits unser Wachstum“, fasste IHK-Präsident Felix G. Hensel den Austausch der etwa 50 Unternehmer beim Olper Wirtschaftsstammtisch der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) zusammen. Die Konjunkturentwicklung im Kreis Olpe zeige ein nicht mehr ganz so einheitlich positives Bild wie zuvor.


Mit Blick auf die Gründung der Internationalen Schule Südwestfalen, die demnächst am Städtischen Gymnasium Olpe (SGO) Schülern zu einem Internationalen Schulabschluss verhelfen soll, hagelte es auch deshalb Anerkennung von allen Seiten. „Ein tolles Projekt“, lobte beispielsweise Walter Mennekes.
Es zeige, dass sich die hiesige Wirtschaft selbst zu helfen wisse – auch, weil sie sich hierzulande zuweilen selbst helfen müsse, so der geschäftsführende Gesellschafter der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG. SGO-Schulleiter Holger Köster stellte das Projekt vor.

Um dieses Ziel zu erreichen, seien einige Schritte zu gehen, zählte Köster auf: die Zertifizierung z. B. oder Workshops für Lehrkräfte, auch im Ausland. Diese erfordern Engagement und Geld. Geld, das die Stadt Olpe nicht mal eben locker machen könne. Umso dankbarer zeigten sich Holger Köster und Olpes Bürgermeister Peter Weber für die finanzielle Unterstützung der Wirtschaft, die 3 Millionen Euro für die Internationale Schule Südwestfalen bereitstellt.
„In Düsseldorf hat man nicht für möglich gehalten, dass die Wirtschaft so tief in die Tasche greift“, freute sich Felix G. Hensel. Der IHK-Präsident stellte jedoch klar: „Wir geben nur das Geld und verwalten es über den Förderverein, den wir in wenigen Wochen gründen. Didaktisch halten wir uns komplett raus.“
Die Schule stehe unter dem Slogan „Regional verankert, international orientiert“, sagte der Bürgermeister der Stadt Olpe, Peter Weber. Das Konzept habe vier Zielgruppen: die Wirtschaft, um die Fachkräftesicherung vor Ort zu gewährleisten; die Uni, um die Lehrerbildung noch breiter aufzustellen und den dortigen, nicht wenigen internationalen Mitarbeitern eine Schule für deren Kinder anbieten zu können; die Schüler, denen man mit einem herausgehobenen Profil ein zusätzliches Angebot mache; die Stadt Olpe, indem diese ihre Attraktivität der Schullandschaft noch steigere.
Eingebunden werde das Vorhaben in den innerstädtischen Umbau Olpes, indem die Stadt das gymnasiale Gebäudeensemble erneuere. Peter Weber: „Das Projekt servieren wir der Landespolitik auf dem Silbertablett. Wir sind ganz optimistisch, dass wir das gemeinsam umsetzen können.“
Alle Beteiligten seien sich sicher, dass dieses Projekt Leuchtturmcharakter weit über die Region hinaus entfalte. Und genau das verdeutliche einmal mehr den Willen der hiesigen Wirtschaft, sich auch im Wettbewerb mit weitaus präsenteren Regionen mit originellen Ideen und Projekten selbst in Erinnerung zu rufen.
