Nur zögerliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl im Kreis Olpe steigt leicht


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Die Agentur für Arbeit in Olpe. von Sven Prillwitz
Die Agentur für Arbeit in Olpe. © Sven Prillwitz

Kreis Olpe/Siegen. Im April ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Siegen leicht gesunken, jedoch vergleichsweise verhalten. Im Kreis Olpe gab es sogar einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Beim Vergleich mit dem April der Vorjahre fällt auf, dass der saisonübliche Rückgang für die Jahreszeit und die damit zu erwartende Frühjahrsbelebung weniger stark ausfällt.


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Insgesamt waren im April in den beiden Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein 11.621 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 87 Personen weniger als im vergangenen Monat. Die Arbeitslosenquote beläuft sich weiterhin auf 5,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,2 Prozent (+0,8 Prozentpunkte).

Im Kreis Olpe waren im April 3.222 Personen arbeitslos gemeldet - 39 mehr als im März. Im Vergleich zum April des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen um 632 Personen bzw. 24,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im April 4,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,3 Prozent.

Beschäftigung auf Wachstumskurs

Trotz der leichten Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt und der ausstehenden Frühjahrsbelebung bleibt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf Wachstumskurs und lässt insbesondere zwei Beschäftigungsgruppen von der Einstellungsbereitschaft der hiesigen Arbeitgeber profitieren, die es für gewöhnlich schwerer haben auf dem Arbeitsmarkt: ältere Arbeitnehmer und Frauen.

In der Altersgruppe von 50 bis 65 Jahren sind aktuell über ein Drittel mehr Arbeitskräfte beschäftigt als noch im Jahr 2012. Besonders bemerkenswert ist dabei ein zu verzeichnender Wandel bei den Beschäftigungsformen und -zeiten. Wo es die betrieblichen Strukturen ermöglichen, lässt eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort Frauen mit Erziehungsverantwortung und ältere Beschäftigte, gemäß ihren Vorstellungen und Möglichkeiten, am Arbeitsleben teilhaben. Auch kehren Frauen seit einigen Jahren häufig früher und mit einem höheren Arbeitsvolumen in Beschäftigung zurück.

Gute Chancen für Ältere

„Die Entwicklungen in der Beschäftigung bilden den demografischen Wandel auch für unsere Region ab: Die Erwerbstätigkeit von berufs- und lebenserfahrenen Arbeitnehmern nimmt deutlich zu, die der Jüngeren leicht ab. Um dem Fachkräftebedarf gerecht zu werden, bedarf es auch der Unterstützung von älteren Beschäftigten“, erklärt Stephanie Krömer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen.

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