NRW: Maskenpflicht im Unterricht endet am 31. August

Laschet: Strenge Linie beim Bußgeld bleibt


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Armin Laschet gab Corona-Neuerungen für NRW bekannt. von Nils Dinkel
Armin Laschet gab Corona-Neuerungen für NRW bekannt. © Nils Dinkel

Kreis Olpe/Düsseldorf. Die Maskenpflicht im Unterricht für Schüler der weiterführenden Schulen in NRW soll mit dem 31. August enden: Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Donnerstag, 27. August, in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Nach Kanzlerin Angela Merkel in Berlin trat auch Laschet in Düsseldorf vor die Kameras, um vom Bund-Länder-Gipfel und vor allem die Konsequenzen für NRW zu berichten.


NRW sei bisher vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen, so Laschet. Jetzt müsse man alles dafür tun, dass es nicht erneut zu einer Verbreitung komme.
Reisegeschehen beeinflusst Zahlen
Anhand von Zahlen belegte er, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Reisegeschehen und steigenden Infektionszahlen gibt: „Es ist zu beobachten, dass die Zahlen dort steigen, wo die Ferien enden.“ So sei es auch Anfang August in NRW gewesen, inzwischen sei der Anteil von NRW an allen Infektionen in Deutschland wieder deutlich zurück gegangen.

Das, so betonte Laschet, sei aber kein Grund zur Entwarnung: „Wir müssen den eingeschlagenen Kurs fortsetzen. Andere Länder sind noch in dieser Situation.“ Daher werde es keine weiteren Öffnungsschritte geben, Mindestabstand und Mundschutz gehörten weiterhin zum Alltag in der Pandemie wie Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen.
Gezielte Tests statt Massentestungen
Auch wenn sich Urlaubsrückkehrer ab spätestens Anfang Oktober nicht mehr kostenlos testen lassen können: Die kostenlosen freiwilligen Tests für Kita- und Schulpersonal bleiben. NRW spreche sich aber für ein gezielteres Testen aus: „Wir müssen vorsichtig sein für die kommende Erkältungszeit, damit genug Testkapazitäten da sind.“ Demnach ziehe man gezielte Testungen großen Massentestungen vor.

Bei steigenden Zahlen, so Laschet weiter, „dürfen wir nicht wieder bei den Kitas und Schulen beginnen – da müssen Großveranstaltungen hinter zurückstehen.“ Während Großveranstaltungen wie Volks- oder Stadtfeste bis Ende des Jahres verboten bleiben, soll ein Arbeitskreis bis Ende Oktober einen Plan vorlegen, wie es mit der Bundesliga und der Kultur weitergehen könnte.
150 Euro Strafe
Beim Bußgeld für Masken-Verweigerer fährt NRW weiter seine strenge Linie: Während sich die Länder auf eine Bußgeld-Untergrenze von 50 Euro einigten, gilt in NRW weiterhin eine Strafe von 150 Euro, wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske getragen wird. Allein in dieser Woche, so Laschet, habe man in NRW 1.700 Verstöße dokumentiert.

Neu eingeführt wird eine lokale „Corona-Bremse“: Bei steigenden Zahlen in einer Kommune sollen ab einem bestimmten Schwellenwert lokal angepasste Maßnahmen abgestimmt werden. Diese können dann Versammlungs-, Veranstaltungs- oder Verkaufsverbote sowie das Schulgeschehen betreffen. Laschet: „Diese müssen dann lokal wirken und nicht ganz NRW betreffen.“

Die behördliche Aufsicht bei der Genehmigung von Großveranstaltungen, so Laschet weiter, werde verstärkt: „Wenn eine Zahl von 1000 Teilnehmern überschritten wird, sollen sich die kommunalen Behörden mit dem Land abstimmen.“
Maske im Unterricht - und tschüss...
Die beste Nachricht für alle Schüler der weiterführenden Schulen verkündete Laschet am Schluss: „Die Maskenpflicht im Unterricht endet mit dem 31. August.“ Im Gebäude und auf dem Schulhof jedoch solle die Pflicht bestehen bleiben. Weitere Konzeptionen für die Schulen sollen Anfang kommender Woche vorgestellt werden.
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