NGG empfiehlt „Lehrstellen-Check“

660 freie Azubi-Jobs im Kreis Olpe


35 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten gibt es laut NGG derzeit noch im Kreis Olpe. von NGG
35 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten gibt es laut NGG derzeit noch im Kreis Olpe. © NGG

Kreis Olpe. Rund fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 660 offene Lehrstellen im Kreis Olpe. Darunter sind 35 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin.


Die Palette an Berufen in der Gastro-Branche reicht vom Koch über die Hotel- und Restaurantfachfrau bis zum Kellner als Fachkraft im Gastgewerbe. Vom Luxus-Hotel mit Gourmetküche bis zum Schnellrestaurant, von der Frühstückspension bis zum Tagungshotel: „Wer sich in seinem Beruf später weiterentwickeln will, der braucht ein solide Ausbildung als Fundament“, sagt Isabell Mura.

Die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen empfiehlt Jugendlichen, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes im Kreis Olpe genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dafür hat sich die NGG stark gemacht und per Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung herausgehandelt. Die sollte der Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall bezahlen.“ Darüber hinaus werde sich die Gewerkschaft bei der im Herbst startenden Tarifrunde für eine weitere Erhöhung der „Azubi-Löhne“ einsetzen, so Mura.
„Nicht zu stark auf Schulnoten achten“
Die NGG appelliert an die Ausbildungsbetriebe, bei interessierten Jugendlichen „nicht zu stark auf den Schulabschluss und auf die Noten zu schielen“. Natürlich seien Mathe, Deutsch und gerade auch Fremdsprachen im Gastgewerbe von Bedeutung. Aber auch wer kein Musterschüler sei, müsse die Chance haben, mit anderen Qualitäten wie Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit zu punkten, erklärt Mura.

„Und ganz wichtig: Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist keine Einbahnstraße. Jugendliche sollten den Betrieb, für den sie sich interessieren, genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn sie überzeugt sind, dort auch drei Jahre Lehre motiviert durchzuziehen, sollten sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben“, empfiehlt die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen.

Hier biete ein Vorab-Praktikum im Betrieb eine gute Orientierung. Ebenso das Gespräch mit anderen Azubis, die ihre Ausbildung dort bereits machen. „Entscheidend ist, dass sich ein Ausbildungsbetrieb um die Berufsanfänger kümmert. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner. Aber gerade auch Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Und vor allem, dass die Azubis nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern das lernen, was sie für die Prüfung und für ihr späteres Berufsleben brauchen“, so Geschäftsführerin Isabell Mura.
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