Monsterjagd in virtueller und realer Welt

Neuer Smartphone-Trend „Pokémon Go“ erobert auch den Kreis


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Eine Pokémon-Arena liegt am Brunnen am Rathaus in Altenhundem. von s: Nils Dinkel
Eine Pokémon-Arena liegt am Brunnen am Rathaus in Altenhundem. © s: Nils Dinkel

Ein neuer Spieletrend für Smartphones jetzt auch in Deutschland offiziell erhältlich: Am Mittwoch, 13. Juli, ist „Pokémon Go“ auch hierzulande auf den Markt gekommen. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes "Augmented-Reality"- Spiel, das die Umgebung des Users aktiv ins Spielgeschehen einbezieht. Auch den Kreis Olpe hat das Pokémon-Fieber gepackt. Schon als die offizielle Version in Deutschland noch verfügbar war, waren im Kreisgebiet bereits einige Menschen damit beschäftigt, bunte virtuelle Monster aufzuspüren und zu fangen, Arenen einzunehmen und sogenannte „Pokéstops" aufzusuchen.


Überall sind sie unterwegs: Die Pokémons. Sie finden sich im Büro, beim Einkaufen oder auch zuhause auf dem Sofa. Über die Kamera am Smartphone können die Monster vor Sehenswürdigkeiten oder dort, wo sie gerade auftauchen, fotografiert und gefangen werden. Das geschieht im Spiel und auf dem Smartphone; um aber möglichst viele Monster überhaupt zu finden, muss der Spieler - ähnlich wie bei der GPS-Schnitzeljagd "Geocaching" - sich in der realen Welt bewegen und Orte aufsuchen. Auch auf der Karte, die durch das Spiel führt, ist die Straßenführung detailliert widergespiegelt.
Drei Teams bekämpfen sich gegeneinander
In Altenhundem beispielsweise befinden sich zwei Pokémon-Arenen am Rathausbrunnen und an der Kirche, die von den Spielern eingenommen oder verteidigt werden können. Drei Teams (Rot: Team Wagemut; Blau: Team Weisheit; Gelb: Team Intuition) stehen zur Auswahl. In den sogenannten Arenen können Spieler ihre Pokémons gegeneinander kämpfen lassen. Sind die Arenen in Besitz eines Teams, können Spieler der entsprechenden Farbe eines ihrer Pokémons dort abstellen, um es gegen die Angreifer der anderen Teams kämpfen zu lassen – und im besten Falle um die Arena zu verteidigen. Die Arenen sind heiß umkämpft. Stetig wechselt der Besetzer.
Pokéstops liefern Items
Weiterhin finden sich diverse „Pokéstops", in Altenhundem unter anderem am Marktplatz, am Bahnhof oder an der Sauerlandhalle. Dort finden die Spieler für das Spiel wichtige Gegenstände. Pokébälle, die zum Fangen von Pokémons benötigt werden, Tränke oder Beleber werden beim Aufsuchen einer solchen Station ausgegeben. Der Spieler muss sich (in der realen Welt) zu diesem Zweck im virtuell angezeigten Radius eines solchen Stops befinden. Das Spiel erfordert viel Bewegung, und viele Szenarien finden in belebten Ecken statt. Es soll laut verschiedenen Medienberichten bereits weltweit zu Todesfällen, Unfällen oder auch Überfällen gekommen sein, weil Spieler zu sehr damit beschäftigt waren, auf ihr Smartphone zu schauen - und die wirkliche Welt außer Acht zu lassen. Für das Spiel, das kostenlos als Android- oder Apple-App verfügbar ist, werden die mobilen Daten und ein GPS-Signal benötigt. Das Spiel kann zwar auch zu Hause über WLAN gespielt werden, jedoch ist dort die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass einem auf der Couch Pokémon begegnen. Das Spiel erinnert an alte Zeiten, in denen Kinder immer und überall mit dem Gameboy unterwegs waren, um gemeinsam die Pokémon-Welt zu erobern. Dieser Trend ist jetzt in der realen Umgebung möglich. Ziel des Spiels ist es, den "Pokédex" zu vervollständigen, das heißt alle Monster der Spielewelt zu sammeln.
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