Mit besten Wünschen für alle angehenden Azubis

LP-Glosse


Topnews
 von Grafik: Sarah Menn
© Grafik: Sarah Menn


14.15 Uhr: Die Glocke zum Schichtende verkündet das erneute Ende eines Arbeitstages und läutet den Feierabend ein. Als Schweißer in seiner Schutzausrüstung und dem Schweißerhelm möchte man bei den aktuellen Temperaturen meinen, der Klang zum Feierabend klänge süßer denn je.

Nachdem ich umgezogen im Auto sitze, den Motor und damit den Weg nach Hause starte, komme ich an unserem Lehrhaus der LEWA Attendorn vorbei und sehe eine Vielzahl von Azubis eben erwähntes Gebäude verlassen. 
Schwelgen in Erinnerungen
„Gar nicht so lange her, da warst du in derselben Situation. Wo ist die Zeit geblieben?“, schwelge ich gedanklich, an einer roten Ampel wartend, vor mich hin.

Ein schweifender Blick auf den Kalender verrät: Ab September treten wieder einige Schulabgänger den Weg in ein Unternehmen an, erlernen einen von unzähligen Berufen und kehren dann nicht selten für Wochen in eine Bildungswerkstatt ein, um sich grundlegende und weiterführende  Handfertigkeiten anzueignen.
Eine tolle Zeit
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht denke ich an meine Zeit in der Lehrwerkstatt und der Ausbildung im Generellen. Wenn der ein oder andere, der mit mir am Schraubstock stand und bei scheinbar niemals enden wollenden Übungen mit einer Feile gemeinsam im Kanon wie die Piraten geflucht hat, diese Zeilen liest, wird sich mit Sicherheit ebenfalls das ein oder andere Grinsen und die Erinnerung einstellen. Eine tolle Zeit war das!

Liebe Abschlussschüler, auch wenn das „Azubi-sein“ manchmal bedeutet, dass ihr mitunter den Besen schwingen oder den Müll rausbringen müsst, so kann ich euch versichern, dass die kommenden Jahre eine Menge Neues bereithalten und ihr, wenn ihr stetig an euch und euren Fähigkeiten arbeitet, alles erreichen könnt, was ihr wollt.
Tipp: Macht ein Praktikum
Das gilt mit Gewissheit nicht nur für die Industrie, sondern auch für das Handwerk: Wenn ihr euch unsicher seid oder noch nicht das Passende gefunden habt, dann vereinbart ein Praktikum. Gerade im Handwerk werden händeringend neue Azubis gesucht: Versucht euch dran – Deutschland mangelt es an guten Handwerkern und Meistern!

Denn wie heißt es so schön? „Verachtet mir die Meister nicht und ehret ihren Stand, als das deutsche Handwerk blühte, blühte auch das ganze Land!“

Ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß für die kommenden Jahre und vor allem, dass ihr euren Horizont erweitern könnt!

Rico Schöttes
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