Migrationsberatung unterstützt an mehreren Standorten im Kreis Olpe

MBE-Aktionstag


Yvonne Kolarec von Caritas AufWind (links) und Hanna Prentki von der AWO stellen die Migrationsberatungsstellen im Kreis Olpe vor. von privat
Yvonne Kolarec von Caritas AufWind (links) und Hanna Prentki von der AWO stellen die Migrationsberatungsstellen im Kreis Olpe vor. © privat

Kreis Olpe. Die Themen Einwanderung und Integration haben einen hohen Stellenwert im Kreis Olpe. Die im Kreisgebiet ansässigen Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer (MBE) nutzen den bundesweiten MBE-Aktionstag am Mittwoch, 23. September, um ihre Arbeit vorzustellen.


Die Beratungsstellen für erwachsene Zuwanderer ab 27 Jahren und deren Familien befinden sich an drei Standorten im Kreisgebiet: Caritas AufWind bietet Sprechstunden in Attendorn und in Finnentrop an, der Verein für soziale Arbeit und Kultur (VAKS) ist mit Beratungsstunden in Olpe vertreten und der AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe hat seine Beratungsstelle in der Begegnungsstätte in Meggen.

„Die Migrationsberatung ist ein bundesweit gefördertes Beratungsangebot vom Bundesministerium des Innern für Menschen mit Migrationshintergrund“, erklärt Hanna Prentki von der AWO. „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte können mit den verschiedensten Anliegen das Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Themen wie Zugang zum Arbeitsmarkt, Bewerbungshilfe, Vermittlung an Sprach- und Integrationskurse oder die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse sind einige, die hier behandelt werden.“
Beratungen auch in Muttersprache
Das Angebot wird von vielen dankend angenommen. Enhjin Batmunkh, eine Ratsuchende aus der Mongolei, konnte sich von Zandangerel Khaltar vom VAKS sogar auf ihrer Muttersprache beraten lassen. Die Beratung ist freiwillig, kostenlos und vertraulich. Bei einem ersten Gespräch werden Informationen gesammelt, die für die weitere Abwicklung hilfreich sein können.

So ist die Kooperation mit diversen Anlaufstellen, wie beispielsweise das Sozialamt der jeweiligen Kommunen, die Bundesagentur für Arbeit oder die Ausländerbehörde, eine mögliche Ergänzung zur Beratung. Aber auch ein reger Kontakt zwischen MBE und Schulen sowie Kindergärten ist gerade für Familien ein wichtiger Bestandteil des Beratungsangebots.

Durch die dezentrale Aufteilung der MBE im Kreis Olpe ist eine gute Netzwerkarbeit im Sinne der Ratsuchenden möglich. So bestehen enge Kooperationen zu allen notwendigen Behörden und Trägern. „Im Rahmen der Corona-Pandemie hat die Unterstützung auch nochmal an Bedeutung gewonnen, da Betroffene nicht immer in der Lage sind die Anträge und weitere Unterlagen alleine vollständig auszufüllen,“ reflektiert Anna-Katharina Klement, Migrationsbeauftragte des Jobcenters Kreis Olpe, die Zusammenarbeit mit den MBE-Stellen.
Infos bei:
Yvonne Kolarec, Tel.: 0 27 21/6 02 58 30, E-Mail: ykolarec@caritas-olpe.de, Zandangerel Khaltar, Tel.: 0 27 61/82 84 44, E-Mail: z.khaltar.vaks@gmail.com, Hanna Prentki, Tel.: 0 27 21/71 97 52, h.prentki@awo-siegen.de
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