Mehr als nur gutes Wetter: Wie Sonne unsere Gesundheit beeinflusst

Tolles Wetter hebt die Stimmung


  • Kreis Olpe, 07.03.2026
  • Verschiedenes , Gesundheit & Medizin
  • Von Annika Köhler
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    Annika Köhler

    Redaktion

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Symbolfoto Frühling, Sonne von Pixabay.com
Symbolfoto Frühling, Sonne © Pixabay.com

Kreis Olpe. Wenn derzeit morgens die Sonne durchs Fenster scheint, ist der Start in den Tag gleich leichter – vor allem nach den langen dunklen, kalten Wintermonaten. Menschen sind aktiver, tägliche Aufgaben sind einfacher zu erledigen und die Stimmung steigt spürbar. Doch warum hat Sonne so einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden? LokalPlus-Praktikantin Annika Köhler hat einmal im Internet recherchiert.


Gerade in den Herbst- und Wintermonaten bemerken viele Menschen neben klassisch gedrückter Stimmung und Lustlosigkeit ein erhöhtes Schlafbedürfnis, Heißhunger und Gewichtszunahme. Dieses Phänomen wird häufig als Herbst-Winter-Depression bezeichnet.

Forscher konnten noch nicht klar definieren, was der Ursprung ist. Es wird allerdings vermutet, dass es an dem niedrigen Serotonin-Spiegel liegt, der durch vermehrte Melatonin-Produktion im Winter entsteht. Serotonin wirkt als Glückshormon stimmungsaufhellend, entspannend und angstlösend. Durch den erhöhten Melatonin-Spiegel tritt häufig die bekannte Wintermüdigkeit auf.

Symbolfoto Frühling, Sonne von Pixabay.com
Symbolfoto Frühling, Sonne © Pixabay.com

Die Sonne löst viele positive Reaktionen bei uns im Körper aus. Unter anderem, da unser Körper durch sie Glückshormone produziert. In der Netzhaut unseres Auges nehmen Zellen das Sonnenlicht auf und leiten diese Signale an den Hypothalamus im Gehirn weiter.

Dieser produziert Endorphine, oft auch als Glückshormone bezeichnet, die unsere Laune verbessern und sogar für ein geringeres Schmerzempfinden sorgen. Wir fühlen uns ausgeglichener und sind psychisch sowie körperlich fit.

Sonne beeinflusst Tagesrhythmus

Darüber hinaus beeinflusst Sonnenlicht unseren natürlichen Tagesrhythmus. Unsere innere Uhr orientiert sich am 24-Stunden Rhythmus des einwirkenden Lichts.

Vor allem der Schlaf ist abhängig davon, wie viel wir uns im Sonnenlicht aufhalten, denn Sonnenlicht verbessert die Regulierung des Botenstoffs Melatonin. Je mehr natürliches Licht wir tagsüber aufnehmen, desto erholsamer kann unser Schlaf sein.

Auch gesundheitlich bringt die Sonne Vorteile mit sich. Das Sonnenhormon Vitamin D wird produziert, welches das Immunsystem und die Muskulatur stärkt. In den dunklen Monaten lässt sich bei mehr als der Hälfte der Bevölkerung ein Vitamin D-Mangel feststellen. Dies führt zu Müdigkeit, Muskelschwäche oder -schmerzen und viele Menschen werden schneller krank.

Frühling - Symbolfoto von privat
Frühling - Symbolfoto © privat

Zusätzlich sorgt gutes Wetter für mehr Bewegung im Freien. Körperliche Aktivitäten kurbeln den Kreislauf an und steigern außerdem das allgemeine Wohlbefinden.

Schon früher war es so, dass Menschen bei Wärme und Helligkeit nach draußen gezogen wurden. Es ist genetisch bestimmt, dass der Mensch sich zwischen 20 bis 30 Grad Celsius am wohlsten fühlt und dann aus seinem vollen Potential schöpfen kann. Licht, Wärme und Bewegung bilden somit eine natürliche Kombination für Lebensfreude.

Eins wird klar: Die Sonne bringt nicht nur schönes Wetter, sondern tut unserem Körper und der Seele richtig gut.

Wusstest du schon?


  • Viele gängige Antidepressiva beeinflussen den Serotoninstoffwechsel, um Stimmung und Antrieb zu verbessern.
  • Umso größer der Abstand zum Äquator ist, desto flacher treffen die Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche und die Temperaturen sinken. Damit steigt auch der Blutdruck sowie das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (verantwortlich ist Stickoxid).
  • Bluthochdruck in jungen Jahren kann zu Gedächtnisproblemen im späteren Leben führen.
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