MdL Stamm in der JVA: „Meine Sichtweise hat sich gewandelt“

Gespräche mit Insassen und Mitarbeitern


Das Foto zeigt die Leiterin Yasmin Scheiner (links) mit einem Teil des Teams der JVA und Christin-Marie Stamm MdL (2. von links). von privat
Das Foto zeigt die Leiterin Yasmin Scheiner (links) mit einem Teil des Teams der JVA und Christin-Marie Stamm MdL (2. von links). © privat

Attendorn. Ihre Zuhör-Tour führte die SPD-Landtagsabgeordnete Christin-Marie Stamm in die Justizvollzugsanstalt Attendorn. Nach einer Kennenlernrunde mit Anstaltsleiterin Yasmin Scheiner und einigen JVA-Mitarbeitern begann die Führung in den Fertigungshallen.


Dort werden von den Gefangenen Komponenten für Industrieunternehmen in Südwestfalen gefertigt. „Oft ist nicht bekannt, dass wir hier acht Stunden täglich arbeiten. Das ist ein normaler Arbeitstag“, räumt ein Gefangener mit Vorurteilen auf, die oftmals in den Köpfen der Menschen bestehen.

Gefangene der JVA werden nach Möglichkeit ihren Fähigkeiten und Berufskenntnissen entsprechend eingesetzt, um sich auf das Leben nach der Entlassung vorzubereiten. Jeder Inhaftierte erhält deshalb ein Arbeitszeugnis, so dass der (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben außerhalb der Haftmauern gelingen kann.

Zahl der Frauen steigt

Anschließend tauschte sich Christin-Marie Stamm über den Berufsalltag mit Justizvollzugsbeschäftigten aus. Der Betrieb in der Haftanstalt läuft rund um die Uhr an sieben Tage die Woche. Schichtdienst und Wochenenddienst sind Teil des Alltags. Die Arbeit im Justizvollzugsdienst habe sich im Laufe der Jahre vor allem für Frauen sehr gewandelt, so Yasmin Scheiner. Die Zahl der Frauen im Justizvollzugsdienst steige kontinuierlich an. Das sei eine erfreuliche Entwicklung.

Christin-Marie Stamm bedankte sich bei den Mitarbeitern für die Eindrücke des Tages: „Meine Sichtweise auf Haftanstalten und den Alltag von Beschäftigen und Inhaftierten hat sich heute deutlich gewandelt. Die Resozialisierung von ehemaligen Gefangenen kann nur gelingen, wenn auch Menschen außerhalb der Haftmauern dabei mithelfen“, so die Abgeordnete.

Artikel teilen: