Lennestädter erfolgreich beim Transalpine Run

Von Oberstdorf nach Sulden


Carmen Otto und Peter Schneider liefen auf Platz 9 beim Transalpine Run. von privat
Carmen Otto und Peter Schneider liefen auf Platz 9 beim Transalpine Run. © privat

Lennestadt/Oberstdorf. Carmen Otto und Peter Schneider sind 274 Kilometer mit 16.150 Höhenmetern im Aufstieg und knapp 15.000 Höhenmetern im Abstieg über die Alpen gelaufen. Der Transalpine Run gehört zu den härtesten Team-Etappenrennen der Welt mit Teilnehmern aus mehr als 40 Nationen. Die Lennestädter schafften es in der Gesamtwertung unter die ersten zehn.


In acht Etappen ging es von Oberstdorf nach Sulden am Ortler. Direkt bei der ersten Etappe von Oberstdorf nach Lech am Arlberg (39,4 Kilometer und 2343 Höhenmetern) wurde es aufgrund der enormen Wärme auch in der Höhe zusätzlich sehr anspruchsvoll.

In den nächsten Etappen ging es weiter nach St. Anton am Arlberg, Landeck und Samnaun. Jede dieser drei Etappen hielt ihre eigene Herausforderung für die Teilnehmer bereit, doch Otto und Schneider konnten ihren achten Platz, den sie bei der zweiten Etappe erreicht hatten, vorläufig halten.
Bergsprint über 7,8 Kilometer
Der fünfte Tag ist der sogenannte „Erholungstag“ mit einem Bergsprint von Samnaun zur Bergstation Alp Trida über 7,8 Kilometer. Dort ging es ohne Rucksäcke so schnell wie möglich einfach hoch. Danach konnte man sich ein paar Stunden ausruhen, bevor es am folgenden sechsten Tag im Regen bei einstelligen Temperaturen nach Scuol ging.

Die siebte Etappe führte dann über 44,9 Kilometer mit 1698 Höhenmetern nach Prad am Stilfersjoch. Durch die spektakuläre Uinaschlucht über die Grenze nach Italien.
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Am letzten Tag gab es eine Überraschung: Streckenänderung aufgrund von Neuschnee. Die etwas tiefer gelegene Alternativroute war so angelegt, dass durch das ständige Auf und Ab nahezu die gleichen Höhenmeter (2500) bewältigt werden mussten. Hier mussten die beiden Lennestädter ihren lange verteidigten achten Platz einbüßen.
Freude im Ziel
Doch das tat ihrer Freude im Ziel keinen Abbruch. „Tränen, Freude, Erschöpfung, sich immer wieder gegenseitig zu motivieren - so ein Lauf gibt einem unglaublich viel", sind sich Otto und Schneider einig.
Hintergrund:
Aus Sicherheitsgründen startet man immer in Zweier-Teams. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Orientierungsfähigkeit bei schlechtem Wetter sowie eine gute gesundheitliche und ausdauersportliche Verfassung sind Grundvoraussetzung für eine Teilnahme.
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