Landwirtschaft im Kreis Olpe verärgert über Verteuerung von Agrardiesel

Reaktion auf Haushaltspläne


Symbolfoto Landwirtschaft, Trecker, Traktor von Pixabay.com/NoName_13
Symbolfoto Landwirtschaft, Trecker, Traktor © Pixabay.com/NoName_13

Kreis Olpe. Den Wegfall der Agrardieselsteuerrückvergütung empfinden die Bauernfamilien in Südwestfalen als fatales Signal an die heimische Landwirtschaft, härter trifft sie aber der im Bundeshaushalt geplante Anstieg der CO2-Abgabe auf Diesel.


Mit der Einigung der Bundesregierung beim Bundeshaushalt 2024 soll nach Plänen der Koalition auch eine Streichung von Steuervergünstigungen für Agrardiesel sowie der Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge einhergehen.

Der Landwirtschaftliche Kreisverband Olpe kritisiert dieses Vorhaben scharf und fürchtet zusätzliche Belastungen für die landwirtschaftlichen Betriebe. Völlig unverständlich seien diese Steuerhöhungen, da mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen hauptsächlich Felder und Wiesen befahren würden und nicht etwa öffentliche Straßen, für deren Instandhaltung diese Steuern ja vorgesehen seien.

Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe. von WLV
Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe. © WLV

„Gerade hier im Mittelgebirgsraum verbrauchen wir wegen der Topographie besonders viel Treibstoff zur Bewirtschaftung unserer Flächen. Diesen weiter zu verteuern ist das falsche Signal für eine gesicherte regionale Lebensmittelproduktion und schwächt vor allem unsere kleinen Familienbetriebe“, betont Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe.

Richard weiter: „Notwendige Kürzungen im Bundeshaushalt dürfen nicht auf dem Rücken kleiner und mittelständischer Landwirtschaftsbetriebe ausgetragen werden. Die drohenden zusätzlichen Steuerbelastungen sind inakzeptabel und schwächen unsere hiesige Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb erheblich. Massive Kostensteigerungen für unsere Betriebe und Preissteigerungen bei Lebensmitteln für Verbraucher wären die Folge.“

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