Kreis Olpe hisst im Mai erstmals die Regenbogenflagge
SPD-Antrag erfolgreich
- Kreis Olpe, 22.03.2021
- Politik
- Von Wolfgang Schneider
Kreis Olpe. Am Olper Kreishaus soll am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-und Transphobie (IDAHOBIT), erstmals eine Regenbogenflagge gehisst werden. Einem entsprechenden Antrag der SPD stimmte der Kreistag in seiner Sitzung am Montagabend, 22. März, in der Olper Stadthalle mehrheitlich zu.

„Mit der Regenbogenflagge vor dem Kreishaus können wir allen Bürgern zeigen, dass der Kreis Olpe ein weltoffener Kreis für alle Menschen und ein Ort der Vielfalt ist. Der Kreis Olpe zeigt hiermit auch, dass er für Respekt und Toleranz steht, damit jeder so leben kann, wie er es möchte“, heißt es in der Antragsbegründung der SPD.

Die Regenbogenflagge sei ein Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung. In dem Antrag werden die Kommunen im Kreis gebeten, sich durch eine gleichartige Beflaggung zu beteiligen und damit dem Beispiel der Gemeinde Kirchhundem zu folgen.
Das Ansinnen stieß bei den meisten Fraktionen auf offene Ohren. Und in der CDU-Fraktion, die die absolute Mehrheit im Kreistag hat, wurde sogar der Fraktionszwang ausgesetzt. „Die Meinungen dazu sind in unserer Fraktion fast so bunt wie die Regenbogenflagge. Keine Ahnung, wie abgestimmt wird“, meinte Fraktionschef Wolfgang Hesse. Klaus Heger (AfD) sprach sich zwar ausdrücklich für Vielfalt aus, lehnte den Antrag aber ab, weil seine Partei keine „Symbolpolitik“ machen wolle.
Am Ende war das Ergebnis aber ziemlich eindeutig. Mit 23 Ja- gegen vier Nein-Stimmen bei 15 Enthaltungen wurde der Antrag angenommen.

Auch ein weiterer Antrag der SPD wurde angenommen. Der Kreistag beschloss einstimmig, dass im Kreis Olpe ein App zur Unterstützung der Kontaktnachverfolgung eingeführt werden soll.
Zunächst sollte im Beschluss namentlich die Luca-App genannt werden, doch Landrat Theo Melcher riet davon ab. Nach Aussagen der Entwicklerfirma brauche „Luca“ zwei bis fünf Tage, ehe die Kontaktdaten abgearbeitet seien, so Melcher: „Da ist unser Gesundheitsamt schneller. Dort erfolgt die Kontaktaufnahme innerhalb von 24 bis 48 Stunden.“ Deshalb wurde der Beschluss modifiziert und „Luca“ nicht namentlich erwähnt.
