Juli im Kreis Olpe: Viel Sonne, kaum Regen und extreme Trockenheit
Wetter-Report von Julian Pape
- Kreis Olpe, 15.08.2026
- Wetter
- Von Julian Pape
Kreis Olpe. Mal angenehm sommerlich, mal brütend heiß – und vor allem viel zu trocken: Der Juli 2026 hat auch im Kreis Olpe deutliche Spuren hinterlassen. Wetterexperte Julian Pape hat den Monat ausgewertet. Seine Bilanz zeigt: Während die Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt lagen, fehlte es vor allem an einem – Regen.

Nach der extremen Hitze in der zweiten Junihälfte startete der Juli zunächst vergleichsweise gemäßigt. Bis zum 10. Juli wurden selbst in tieferen Lagen nur knapp mehr als 25 Grad erreicht, die Nächte blieben frisch. Rund um das Wochenende 11./12. Juli kehrte der Hochsommer zurück, bevor zwischen dem 18. und 24. Juli die kühlste Phase des Monats folgte.
Zum Monatsende drehte der Sommer dann noch einmal richtig auf. Am 29. und 30. Juli wurden in der Region Spitzenwerte von 36 bis über 37 Grad gemessen. Eine Front brachte am 30. Juli zwar stürmische Böen, jedoch kaum Niederschlag. Entsprechend trocken endete der Monat.




Wie außergewöhnlich trocken der Juli war, zeigen die Messwerte aus dem Kreis Olpe. An der DWD-Station Lennestadt-Theten kamen im gesamten Monat lediglich 19 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Das entspricht nur rund 21 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge der Jahre 1991 bis 2020. In Attendorn-Neulisternohl wurden 22,3 Liter gemessen – rund 24 Prozent des langjährigen Mittels.
Gleichzeitig war es überdurchschnittlich warm. In Lennestadt-Theten lag die Monatsmitteltemperatur bei 18,6 Grad und damit 1,2 Grad über dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. In der dortigen 64-jährigen Messreihe war es der neuntwärmste Juli.
Auch Sommertage gab es reichlich: An der Wetterstation am Lennestädter Gymnasium kletterte das Thermometer an 18 Tagen über die 25-Grad-Marke, an fünf Tagen wurden sogar mehr als 30 Grad erreicht.

Besonders auffällig war laut Papes Klima-Report die Entwicklung der Bodenfeuchtigkeit. In der zweiten Julihälfte wurden an mehreren Messstationen Trockenheitswerte erreicht, die deutlich über denen der vergangenen Jahre lagen. In Attendorn schlug der Sensor sogar am oberen Ende seiner Messskala an: Dort wurden 200 Centibar erreicht – ein höherer und damit trockenerer Wert lässt sich mit dem verwendeten Sensor nicht erfassen. Ab 100 Centibar gilt der Boden bereits als sehr trocken.
Der gesamte Juli gehört in der Region zu den außergewöhnlichen Sommermonaten. Papes Auswertung zufolge war er einer der trockensten Sommermonate überhaupt. Besonders in der Mitte und im Süden des untersuchten Gebietes kamen teilweise lediglich zehn bis 20 Prozent der üblichen Regenmengen zusammen. Gleichzeitig wurden rund 250 Sonnenstunden registriert – meist 25 bis 45 Prozent mehr als im langjährigen Mittel.
Auch der Wind machte sich zum Monatsende bemerkbar: Auf der Hohen Bracht wurde am 30. Juli eine Böe mit 95 Kilometern pro Stunde registriert. Nur in Bad Berleburg-Arfeld gab es mit 96,5 km/h im Sauerland einen höheren Wert. Mit durchschnittlich 14,4 km/h hatte die Station an der Hohen Bracht auch das höchste Monatsmittel.
Den vollständigen Report für das Sauer- und Siegerland findet ihr hier. Wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, erfahrt ihr bei wetter-sauerland.de.

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