Judith Beck ist neue Chefin im „größten Briefkasten“ der Deutschen Post

22-Jährige leitet Briefzentrum Freudenberg


Judith Beck (22) im Briefzentrum Freudenberg auf der Bühler Höhe. von Deutsche Post
Judith Beck (22) im Briefzentrum Freudenberg auf der Bühler Höhe. © Deutsche Post

Freudenberg/Kreis Olpe. Seit 1998 ist das Briefzentrum Freudenberg am Netz. Dort werden alle ein- und abgehenden Briefsendungen im Versorgungsbereich bearbeitet, also aus und für den Postleitzahlbereich „57...“, mit 174 Orten von Alpenrod und Altenkirchen im Süden bis Finnentrop und Schmallenberg im Norden. Bis zu 650.000 Sendungen können es pro Tag werden. Nun gibt es eine neue Leiterin: Sie heißt Judith Beck und ist 22 Jahre alt.


Der Berufsweg war ihr geradezu in die Wiege gelegt: „Ich bin in einer Post-Familie aufgewachsen“, sagt Beck, deren Vater und Schwester in der nordhessischen Heimat als Zusteller für die Deutsche Post DHL unterwegs sind. Auch sie entschied sich nach dem Abitur für eine Karriere bei dem Logistikkonzern.

Beck legte einen Blitzstart hin, der ihr schon jetzt in eine verantwortungsvolle Führungsposition beschert hat: Seit Oktober ist Beck kommissarische Leiterin des Briefzentrums Freudenberg. Offiziell wird die Stelle noch ausgeschrieben, alle Karten aber hält sie in der Hand.
„Schon als Kind hat mich fasziniert, wie ein Brief so schnell von A nach B kommt“
Erst kürzlich hat sie ihre duale Ausbildung bei der Deutschen Post abgeschlossen. An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg studierte sie den Bachelor BWL und Industriemanagement. In den praktischen Phasen lernte sie die Betriebsabläufe in der Niederlassung Gießen kennen, vorzugsweise in der Abteilung Brief: „Schon als Kind hat mich fasziniert, wie ein Brief so schnell von A nach B kommt“, sagt Beck, die nun Chefin von 170 Mitarbeitern ist.

„Ich wurde sofort herzlich aufgenommen. Die Kollegen respektieren und meine Vorgesetzten unterstützen mich“, sagt Beck. Betriebliche Abläufe organisieren, operative Planungen machen und die hohe Qualität der Briefzustellung aufrechterhalten – all das sind tägliche Aufgaben der jüngsten Briefzentrumsleiterin in Nordrhein-Westfalen. 

Das Ende der Karriereleiter ist das jedoch nicht, wenn es nach Beck geht: „Ich werde jede Möglichkeit nutzen, um mich weiterzubilden. Jetzt konzentriere und freue ich mich aber auf die Aufgaben hier in Freudenberg.“ Die weitere Digitalisierung des Briefzentrums nennt sie als eine ihrer Aufgaben.
Erstes Großprojekt im Sommer 2020
Das erste konkrete Großprojekt steht im Sommer 2020 mit dem Einbau einer neuen Großbriefsortieranlage bevor – eine Investition, die den Standort weiterhin sichert. Nun steuert Beck mit dem Team auf ihren ersten Starkverkehr zu: Das Weihnachtsgeschäft bringt steigende Sendungsmengen mit sich, die personelle und strukturelle Planung erfordern.
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