Jochen Ritter macht sich Bild vom Waldzustand am Grevenbrücker Kreuzberg
Austausch zwischen Forstwirtschaft und Politik
- Kreis Olpe, 23.03.2021
- Politik
Kreis Olpe. Anlässlich des Tags des Waldes am Sonntag, 21. März, haben sich Michael Bieke und Jochen Ritter unterhalten.




Bieke ist von Haus aus Land- und Forstwirt und sitzt im Ehrenamt der hiesigen Bezirksgruppe des Waldbauernverbandes NRW vor. Ritter ist Mitglied des Landtags NRW und beschäftigt sich im Umweltausschuss besonders mit Fragestellungen rund um den Wald.
Im Gespräch ging es um den Zustand des von Hitze, Dürre und Schädlingen „gestressten“ Waldes, den Stand der Bekämpfung der Kalamität und die Wiederaufforstung, aber auch die Voraussetzungen, das Verfahren und die Auswirkungen verschiedener Förderprogramme des Landes.

Bieke ist vorerst noch gut damit beschäftigt, das angefallene Schadholz zu beseitigen. „Für die anstehende Pflanzung wünsche ich mir eine staatliche Unterstützung, die Raum lässt für eigene Erfahrungen der Waldbauern und ihre Kenntnisse der Besonderheiten vor Ort,“ so Bieke.
„Wir haben in der dritten Lesung des Haushalts 30 Millionen Euro zusätzlich mobilisiert, damit nicht nur die vom Borkenkäfer befallenen Bäume gefällt und widerstandsfähige gepflanzt, sondern auch die ramponierten Waldwege repariert werden können,“ teilte Ritter mit.



Die CDU-Landtagsfraktion werde sich vor den Sommerferien noch intensiver mit den Waldbauern auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel größtmögliche Wirkung entfalten.
Einig war man sich darüber, dass die Forstwirtschaft besonders gut zum Klimaschutz beitragen könne, wenn die gepflanzten Bäume nach wenigen Jahrzehnten geerntet und das so gebundene Kohlendioxid vorzugsweise am Bau auf Dauer eingelagert bleibe.

„Ich würde mich freuen, wenn die Möglichkeiten, die wir 2020 in der Landesbauordnung für Bauen mit Holz beträchtlich erweitert haben, gerade in unserer waldreichen Region auch genutzt würden“, betonte Ritter, der zudem auch Mitglied im Bauausschuss des Landtags ist.
Bieke verwies schließlich auf die Qualitäten des Waldes über die bloße Versorgung mit Holz hinaus hin: „Ich würde mich freuen, wenn seine vielfältigen Funktionen für die Gesellschaft mehr als bisher honoriert würden“, spielte Bieke auf die Baumprämie an, die von der CDU-geführten NRW-Landesregierung zwar propagiert wird, aber bei der SPD als Koalitionspartner im Bund noch nicht durchzusetzen war.
