Jochen Ritter drängt bei A45-Sperrung auf zügige Planung
Auch Florian Müller fordert schnelles handeln
- Kreis Olpe, 09.12.2021
- Verschiedenes
Lüdenscheid/Kreis Olpe. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jochen Ritter und der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Müller nehmen Stellung zu den Brückenschäden an der A 45-Talbrücke Rahmede (LokalPlus berichtete). Diese wird für Lkw nicht mehr befahrbar werden. Durch eine Not-Verstärkung soll sie zumindest für den Pkw-Verkehr passierbar gemacht werden. Trotzdem müssen sich Pendler auf eine mehrmonatige Vollsperrung einstellen.




Das Land NRW hat die Zuständigkeit für die Betreuung der Autobahnen mit Wirkung vom 1. Januar an den Bund abgegeben. Gleichwohl bewegt das Schicksal der A 45 selbstverständlich auch die Landespolitik, nicht zuletzt zumal die Strecken, die nun ersatzweise in Anspruch genommen werden, wiederum in Trägerschaft des Landes sind, soweit nicht sogar die Kommunen Verantwortung tragen.
Der Olper Landtagsabgeordnete Jochen Ritter ist Mittwochnachmittag, 8. Dezember, in der Sitzung des Verkehrsausschusses dabei gewesen, als die Autobahngesellschaft auf Bitte der CDU-Landtagsfraktion dazu berichtet hat.


Danach wird die Brücke im ersten Quartal 2022 ertüchtigt, damit zumindest Pkw sie wieder passieren können. Alles weitere muss nun unter Hochdruck geplant und realisiert werden. „In NRW haben wir zuletzt im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Sommer die dazu nötigen Verfahren beschleunigt“, so Ritter. „So ähnlich muss nun auch der Bund für diesen Fall alle Register ziehen.“
Neben Fortschritten in der Sache hält Ritter eine intensivere Kommunikation für angemessen. CDU und FDP hätten bereits im September 2020 gefordert, dass die nötigen Informationen zu den großen Projekten auch dann fließen, wenn die Entscheidungen nicht mehr in Düsseldorf, sondern in Berlin getroffen werden.

„Technisch ist der Informationsfluss ok, politisch - darauf habe ich Anfang der Woche bereits hingewiesen - könnte es gerne mehr sein.“

„Wir müssen alles dafür tun, dass die Vollsperrung der Talbrücke auf der A45 bei Lüdenscheid nicht zur Konjunkturbremse für das Sauerland wird. Und deshalb muss schnellstmöglich mit dem Neubau der Brücke begonnen werden“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Müller.

Das bisherige Planungs- und Genehmigungsrecht passe aber nicht zu solch einer Notsituation. Müller: „Vier bis sechs Jahre können wir nicht warten. Wir haben mit der Talbrücke Rahmede übrigens einen Präzedenzfall, der für viele andere Brücken der gleichen Bauart gilt.“ Genau hierfür fordere er die Einrichtung eines Schnellspurverfahrens. Damit könne der Neubau unverzüglich beginnen. „Nur so können wir für Entlastung in unserer Region zu sorgen. Die Ampel in Berlin muss Verantwortung übernehmen und liefern, so Müller.“
