Heiß, heißer, hitzefrei – Wie reagieren die Schulen im Kreis Olpe?
Regelungen in Kommunen unterschiedlich
- Kreis Olpe, 30.06.2025
- Schule & Bildung
Kreis Olpe. Es wird heiß! Der Kreis Olpe wird am Dienstag und Mittwoch, 1. und 2. Juli, ordentlich ins Schwitzen kommen. 32 Grad waren es am Montagnachmittag bereits in Altenhundem – und das Thermometer soll noch etwas steigen. Einige Schüler dürften sich dennoch freuen, denn es gibt hitzefrei an einigen Schulen im Kreis. Wo und wie genau das geregelt ist, hat LokalPlus zusammengestellt:




Die Entscheidung, ob und in welcher Form Schülern hitzefrei gegeben wird, obliegt der Schulleitung. Als Anhaltspunkt gilt laut NRW-Ministerium für Schule und Bildung eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad.
Birgitta Pieters, GymSL-Schulleiterin und Sprecherin der weiterführenden Schulen, fasst die Problematik dahinter zusammen: „Es ist in jeder Schule unterschiedlich und wir können es nicht global für alle Schulen benennen. Das liegt daran, dass es mittelfristig nicht planbar war.“
Allgemeingültige Entscheidungen seien schwer zu treffen, da bei manchen Schulen unter anderem Theateraufführungen oder Seminare geplant sein. Aber: „Alle Schulen haben vor, in irgendeiner Form hitzefrei zu geben“, so Pieters.

Das Gymnasium der Stadt Lennestadt möchte die Schüler der Sekundarstufe I am Dienstag nach der dritten, die Schüler der Sekundarstufe II wegen einer internen Veranstaltung nach der sechsten Stunde entlassen.
Das Gymnasium Maria Königin plant, den Unterricht der Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben einheitlich nach der fünften Stunde und den der Jahrgangsstufe acht bis zehn nach der sechsten Stunde enden zu lassen.
Die Sekundarschule Hundem-Lenne teilt mit, dass die Schule am Mittwoch komplett geschlossen bleibt. Denn Hitzefrei auf eine kürzere Unterrichtszeit zu begrenzen sei nicht möglich, weil die Busse nicht ohne Weiteres zwei, drei Stunden vorher eintreffen können. An der Realschule Grevenbrück seien verkürzte Unterrichtsstunden anvisiert.
Die Sekundarschule Olpe macht Dienstag Unterricht nach Plan bis zum regulären Unterrichtsschluss um 13.30 Uhr. Am Mittwoch haben die Schüler ohnehin frei, weil Zeugniskonferenzen sind.
Das Städtische Gymnasium Olpe hat noch keine Entscheidung getroffen. Stand jetzt läuft es morgen und übermorgen normal - auch vor dem Hintergrund, dass viele Klassen Wandertage geplant haben, die man nicht absagen möchte. Die St.-Franziskus-Schule Olpe wird jeweils vormittags tagesaktuell entscheiden – je nach Raumtemperatur.
Die Gesamtschule Wenden hat beschlossen, die Schüler der Sekundarstufe 1 am Dienstag nach der sechsten Stunde zu entlassen. Sollte es am Mittwoch ähnlich heiß werden, ist für sie an diesem Tag nach der fünften Stunde Schluss – für Buskinder ist eine Betreuung bis zur sechsten Stunde gewährleistet.

In den Kommunen Lennestadt, Kirchhundem und Finnentrop machen die Grundschulen am Dienstag und Mittwoch nach der vierten Stunde hitzefrei. Hier haben die Schulleitungen der Grundschulen mehrheitlich für ihre Kommune entschieden. In Olpe gibt es keine einheitliche Regelung bei den Grundschulen. Da entscheidet jede Grundschule für sich, weil die Voraussetzungen an den Schulen durch deren Lage sehr verschieden sind.
Sie alle betonen, dass kein Kind ohne Rückmeldung nach Hause geschickt wird. Ganztag und Betreuung für die angemeldeten Kinder sei überall gewährleistet und es würde auch eine Notbetreuung eingerichtet werden.
Am Rivius-Gymnasium in Attendorn haben Dienstag und Mittwoch die Klassen fünf bis zehn nach der vierten Stunde (ab 11.15 Uhr) hitzefrei. Aber: „Die Oberstufe muss schwitzen“, heißt es mitleidvoll aus dem Schulbüro.
„Wer sich nicht gut fühlt, zeigt das und wir reagieren.”
Auch die St.-Ursula-Schulen Attendorn ziehen bei der Regelung mit: „Generell versuchen wir auch bei hochsommerlichen Temperaturen unser Unterrichtsprogramm anzupassen. Sonnenschutz, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Der Sportunterricht wurde am Montagmorgen angepasst. Wer sich nicht gut fühlt, zeigt das und wir reagieren. Dienstag und Mittwoch ist nach der vierten Stunde Schluss“, erklärt Schulleiter OStD Markus Ratajski vom St.-Ursula-Gymnasium die Strategie der Schule.

In Wenden steht ebenfalls fest, dass an allen Grundschulstandorten die Kinder die Möglichkeit haben, nach der vierten Stunde nach Hause zu gehen. Eine Betreuung in der fünften und sechsten Stunde und darüber hinaus ist aber bei Bedarf sichergestellt, betont Nina Stahl vom Fachdienst Bildung der Gemeinde Wenden.
