Gürtelprüfung beim TV Attendorn

Verschiedene Techniken gefragt


Janna Götzen, Matti Stickdorn, Jannes Stickdorn, Mandy Bentke und Licia Munno (von links). von privat
Janna Götzen, Matti Stickdorn, Jannes Stickdorn, Mandy Bentke und Licia Munno (von links). © privat

Attendorn. Auch bei der diesjährigen Gürtelprüfung hat die Coronapandemie ihre Spuren hinterlassen. Normalerweise stehen bei der Gürtelprüfung zum Abschluss des Jahres bis zu 20 Kinder auf der Matte.


Für viele Kinder kam diese Gürtelprüfung zu früh, da das Training erst wieder nach fast einjähriger Coronapause nach den Sommerferien starten konnte und vieles im Training erst wieder gelernt werden musste.

Für zwei Prüflinge war es dazu eine ganz besondere Situation. Jannes und Matti Stickdorn vom TV Volmetal, kamen seit den Ferien zum TV Attendorn zum Training. Denn die Flutkatastrophe im Sommer hat auch vor der Trainingshalle im Volmetal kein Halt gemacht und alles zerstört.

Aber die beiden Jungs und vier junge Judoka vom TV Attendorn haben selbst die Herbstferien durch trainiert und sogar noch Samstags ein Zusatztraining absolviert. Zum aller ersten Mal vor einen Prüfer stand Licia Munno. Sie zeigte ihre Fallschule und erste Wurftechniken fehlerfrei. Somit erreichte sie ihr Ziel, den weiß-gelben Gürtel (8. Kyu) zu erlangen.

Bei Mandy Bentke und Aaron Holletzek waren die Ansprüche schon höher, denn für den gelben Gürtel (7. Kyu) mussten die ersten Würfe schon beidseitig geworfen werden. Außerdem galt es, alle vier Haltegriffarten zu beherrschen.

Zwei Sportler streben grünen Gürtel an

Die Steigerung zur nächsten Gürtelstufe an diesem Tage, zum orange-grünen Gürtel (4. Kyu) besteht in der Komplexität. Neben fünf neuen Würfen müssen auch schon durch Ausweichtechniken relevante Wettkampfsituationen dargestellt werden. Dazu kommen dann noch die ersten Armhebel im Bodenbereich. Jannes Stickdorn meisterte diese Aufgaben souverän.

Die höchste Gürtelstufe, grüner Gürtel (3. Kyu) an diesem Tag, wurde von Matti Stickdorn und Janna Götzen angestrebt. In dieser Prüfung müssen zum ersten Mal Teile der Nage-no-Kata (Form der Würfe), ein Auszug aus der Schwarzgurtprüfung, gezeigt werden.

Um im diesen besonderen Prüfungsfach bestehen zu können schoben die zwei Extraschichten, denn die normale Trainingszeit war schon mit den anderen Anforderungen der Prüfung gut gefüllt. Dieser Aufwand hat sich aber gelohnt denn die beiden zeigten eine hervorragende Prüfung und konnten zurecht stolz auf sich und Ihren Trainingsfleiß sein. Als Prüfer waren Jörg Götzen (5. DAN) und Florian Müller (2. DAN) im Einsatz.

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