Gruseliges Halloween oder kirchlicher Reformationstag: Das steckt dahinter
Feierlichkeiten am 31. Oktober
- Kreis Olpe, 31.10.2023
- Verschiedenes
- Von Johan Hatzfeld
Kreis Olpe. Der 31. Oktober ist ein Tag, an dem gleich zwei „Feiertage“ im Kalender stehen: der Reformationstag und Halloween. Doch wo kommen die beiden Feste eigentlich her und wo liegt der Unterschied? LokalPlus-Praktikant Johan Hatzfeld hat sich mal schlau gemacht.


Während der Reformationstag ein kirchlicher Gedenktag ist, ist Halloween ein Fest, das auf einen Trend aus Amerika zurückzuführen ist und sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut.





Halloween ist ein Brauch am Abend vor dem Allerheiligenfest, 1. November. Ursprünglich wurde es gefeiert, um Geister mit schaurigen Kostümen oder Feuern zu vertreiben.
Die Geschichte Halloweens liegt bei den Kelten in vorchristlicher Zeit. Diese Ureinwohner Europas feierten am 31. Oktober Samhain, eines ihrer wichtigsten Feste. An diesem Tag schreckten die Kelten mit schaurigen Kostümen die bösen Geister ab.
Außerdem zelebrierten sie ihre Ernte, den Start in die kalte Jahreszeit und den Beginn des neuen Kalenderjahres. Die Bräuche kamen mit irischen Einwanderern im 19. Jahrhundert nach Amerika, wo sie an Popularität gewannen und somit weit verbreitet wurden.
In den USA hat Halloween einen Stellenwert wie der Karneval in Deutschland. Auch hier in Deutschland kam der Trend aus Amerika an und gewinnt seit den 1990er-Jahren immer mehr an Popularität. Kinder gehen wie in Amerika mit gruseligen Kostümen durch die Straßen und sammeln mit dem Spruch „Süßes oder Saures!“ (Trick or Treat) Süßigkeiten. Die Erwachsenen feiern, wie in den Vereinigten Staaten, Partys mit in Kürbis geschnittenen abschreckenden Gesichtern.



Der Reformationstag beschreibt den 31.Oktober 1517, als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Er startete somit eine Reformation gegen die katholische Kirche und es entstand die evangelische Kirche.
Er wandelte somit das komplette Christentum um. Evangelische Christen, auch Protestanten genannt, feiern diesen Tag mit Gottesdiensten, Konzerten und Kinderbibeltagen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist es Tradition, dass die Bäcker sogenannte „Reformationsbrötchen“ backen, sie stellen die Luther-Rose dar.
In den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen, wo die Bevölkerung mehrheitlich evangelisch ist, ist der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag.
