Großveranstaltungen und Feste bleiben bis mindestens Ende Oktober verboten

Schulen und Kitas nach Sommerferien im Regelbetrieb


  • Kreis Olpe, 17.06.2020
  • Von Wolfgang Schneider
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Bundeskanzlerin Merkel trat am Mittwochabend, 17. Juni, nach dem Gespräch mit den Ministerpräsidenten vor die Presse. von Bundesregierung
Bundeskanzlerin Merkel trat am Mittwochabend, 17. Juni, nach dem Gespräch mit den Ministerpräsidenten vor die Presse. © Bundesregierung

Kreis Olpe. Großveranstaltungen wie Kirmes, Volks- und Schützenfeste bleiben bis mindestens Ende Oktober bundesweit verboten. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwochnachmittag, 17. Juni, geeinigt. Auch die grundsätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Mindestabstand, Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht gelten vorerst weiter.


Damit hat sich auch im Kreis Olpe die Hoffnung einiger Vereine und Veranstalter nicht erfüllt, im Herbst doch noch größere Festivitäten ausrichten zu können.

„Corona ist wie ein Funke, der ein Buschfeuer auslösen kann“, machte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als Sprecher der Länderchefs am Mittwochabend vor der Presse deutlich, warum gerade Großveranstaltungen ein hohes Infektionsrisiko haben. Söder wollte nicht ausschließen, dass selbst die Karnevalssession der Corona-Krise zum Opfer fallen könnte. „Ich bin da sehr, sehr vorsichtig“, sagte er.
Noch kein Grund zur Entwarnung
Auch wenn die Infektionszahlen deutlich zurückgegangen seien, bestehe noch längst kein Grund zur Entwarnung, so Söder. Das zeige auch der aktuelle Ausbruch in einem Fleischbetrieb in NRW (Anm. d. Red.: Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück).

„Es gibt keinen Anlass, leichtfertig zu werden. Wir dürfen die bisher erreichten Erfolge nicht leichtfertig verspielen. Deshalb müssen die Grundregeln in den nächsten Monaten noch weiter gelten.“ Erleichterungen und Lockerungen müssten „mit Vernunft und Köpfchen“ angegangen werden.
Warn-App ein Meilenstein
Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidenten soll nach den Sommerferien in allen Schulen und Kitas wieder zum Regelbetrieb übergegangen werden.

Weiterhin in Kraft bleibt die regionale Notbremse von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche. Diese Grenze habe sich bewährt, sagte Merkel. Die Kanzlerin setzt bei der weiteren Eindämmung der Pandemie auf die neue Corona-Warn-App, die sie als Meilenstein bezeichnete.
Werden noch viel Kraft brauchen
Sorgen machen der Kanzlerin die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft. „Das sind die gravierendsten wirtschaftlichen Einschnitte in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagte sie. „Wir werden noch viel Kraft brauchen, um den Weg weiter gut zu gehen, damit sich der Wohlstand gut entwickeln kann für die Menschen.“
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