„Ghost Pairing“: Warnung vor scheinbar harmloser WhatsApp-Nachricht

Nicht anklicken / Polizei gibt Tipps


  • Kreis Olpe, 24.08.2026
  • Blaulicht
  • Von Kerstin Sauer
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Diese Nachricht ist gerade per WhatsApp im Umlauf - und scheint ein Betrugsversuch zu sein. von Screenshot: Kerstin Sauer
Diese Nachricht ist gerade per WhatsApp im Umlauf - und scheint ein Betrugsversuch zu sein. © Screenshot: Kerstin Sauer

Kreis Olpe. Ein Nachricht, die gerade per WhatsApp im Umlauf ist, sorgt für Unsicherheit im Kreis Olpe. Dabei handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Betrugsversuch.


„Hallo! Könntest du für Klara abstimmen? Sie ist die Tochter meiner engen Freunde, und dieser Sieg bedeutet ihr sehr viel. Vielen Dank.“ Das ist der Wortlaut der Nachricht, die gerade viele Menschen im Kreisgebiet per WhatsApp erreicht. Dabei gibt es sogar Fälle, bei denen WhatsApp-Konten gehackt und die Nachricht im Namen der Geschädigten an alle Kontakte verschickt wurde.

Wichtig: Auf keinen Fall auf den Link klicken! Der Polizei ist die Masche allgemein bekannt, aber laut Polizei-Pressesprecherin Lena Hoof liegen derzeit keine konkreten Fälle aus dem Kreis Olpe vor. Generell gebe es aber im Bereich des Cyber-Crimes eine Dunkelziffer.

Vorsicht geboten

„Bei Links in unerwarteten Nachrichten auf WhatsApp ist Vorsicht geboten“, betont Lena Hoof. Und führt aus: „Der Polizei ist allgemein eine Phishing-Methode mit dem Namen „Ghost Pairing“ bekannt, durch die sich Täter Zugriff auf das WhatsApp-Konto anderer Nutzer verschaffen. Hierbei erhalten Betroffene ein scheinbar harmlose Nachricht. Das Besondere: Diese kann auch von einem bereits kompromittierten WhatsApp-Konto eines Bekannten stammen.“

Unter einem Vorwand sollen die Empfänger einem Link folgen oder eine angebliche Sicherheits- oder Verifizierungsmaßnahme durchführen. Dazu werden sie zur Eingabe oder Bestätigung eines Kopplungscodes aufgefordert. Lena Hoof: „Bestätigt das Opfer die Verknüpfung, erhält das fremde Gerät Zugriff auf das WhatsApp-Konto. Alternativ können hierbei auch QR-Codes zum Einsatz kommen, die der Kopplung von Messengern, wie zum Beispiel WhatsApp Web, nachempfunden sind.“

Zugriff auf alle Daten

Die Folgen: Die Täter können private Nachrichten und weitere Inhalte einsehen, Kontakte auslesen und Nachrichten im Namen des Opfers versenden. So gewinnen sie beispielsweise persönliche Informationen aus Chats und verwenden diese möglicherweise für weitere Betrugsversuche. Kontakte des Opfers können ebenfalls zum Ziel werden, wenn die Täter unter deren Namen um Geld oder sensible Daten bitten.

Das eigene Smartphone funktioniert nach einer solchen Geräteverknüpfung weiterhin wie gewohnt. Deswegen kann es passieren, dass Betroffene den unbefugten Zugriff gar nicht bemerken.

Das rät die Polizei

Die Polizei, so die Pressesprecherin weiter, rät deshalb grundsätzlich:

  • Keinen Links aus unerwarteten Nachrichten folgen – auch nicht von Freunden oder Angehörigen
  • Keine Kopplungs- oder Bestätigungscodes weitergeben. Keine Geräteverknüpfung bestätigen, die man nicht selbst eingeleitet hat.
  • Bei ungewöhnlichen Nachrichten kann man zunächst über einen anderen Kommunikationsweg Kontakt mit der vermeintlichen Absenderin oder dem Absender aufnehmen. So kann man sich vergewissern, dass der Kontakt wirklich diese Nachricht gesendet hat.
  • Unter WhatsApp -> Einstellungen -> Verknüpfte Geräte kann man überprüfen, welche Geräte mit dem eigenen Konto verbunden sind. Unbekannte Geräte sollte man unverzüglich abmelden.
  • WhatsApp und das Betriebssystem des Smartphones sollte man stets auf dem aktuellen Stand halten.
  • Für zusätzlichen Schutz vor Fremdzugriffen kann man die 2-Faktor-Authentisierung aktivieren.
Kontakte informieren

„Beim Verdacht, dass das eigene WhatsApp-Konto von Unbefugten genutzt wird, sollte man die eigenen Kontakte informieren. Das verhindert, dass die eigenen Kontakte auf Nachrichten von Tätern reagieren oder sogar Geld überweisen“, so Lena Hoof, die betont: „Betroffene können sich selbstverständlich bei Bedarf an die Polizei wenden.“

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