Gesunder Lebenswandel hilft Bluthochdruck entgegenzuwirken

Blutdruck regelmäßig kontrollieren


Bluthochdruck ist Risikofaktor Nummer eins für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nur diagnostizierte Patienten haben die Chance auf eine ärztliche Therapie zur Blutdrucksenkung. Daher gilt: Regelmäßig Blutdruck messen. von AOK/hfr.
Bluthochdruck ist Risikofaktor Nummer eins für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nur diagnostizierte Patienten haben die Chance auf eine ärztliche Therapie zur Blutdrucksenkung. Daher gilt: Regelmäßig Blutdruck messen. © AOK/hfr.

Kreis Olpe. Bluthochdruck ist im Kreis Olpe weit verbreitet. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach waren im vergangenen Jahr allein 17.012 AOK-versicherte Patienten von der sogenannten Hypertonie betroffen. Das Durchschnittsalter lag bei 65 Jahren. Der Anteil der Männer lag mit 48,5 Prozent unter dem der Frauen (51,5 Prozent).


„Bluthochdruck verursacht keine Schmerzen. Daher kann er lange unentdeckt bleiben. Allerdings ist ein dauerhaft erhöhter Blutdruck der bedeutende Risikofaktor für lebensgefährliche Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

16 Millionen Packungen verordnet

Um Risiken zu reduzieren, ist vor allem wichtig, die eigenen Blutdruckwerte zu kennen. Denn nur diagnostizierte Patienten haben auch die Chance, eine ärztliche Therapie zur Blutdrucksenkung zu erhalten. In den meisten Fällen erhalten Betroffene blutdrucksenkende Arzneimittel.

2020 verordneten die niedergelassenen Ärzte für die rund 7,4 Millionen gesetzlich Versicherten in Westfalen-Lippe mehr als 16 Millionen Packungen blutdrucksenkender Mittel. Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr und sogar 10,3 Prozent mehr als noch im Jahr 2018. Damit sind Medikamente gegen Bluthochdruck unverändert die am meisten verordneten Arzneimittel in Westfalen-Lippe.

Medikamente allein reichen nicht aus

Trotz medikamentöser Therapie erreichen nicht alle Patienten eine Normalisierung ihres Blutdruckes. Durch einen gesunden und möglichst stressfreien Lebensstil mit einer abwechslungsreichen und salzarmen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, wenig Alkohol, einer deutlicher Reduzierung von Übergewicht und dem Verzicht auf Nikotin lässt sich ein zu hoher Blutdruck günstig beeinflussen und manchmal sogar vermeiden.

Wichtig ist auch ein regelmäßiger Check beim Hausarzt und das Achten auf die Warnsignale des Körpers. Wer über längere Zeit Ohrensausen, Schwindel, Nasenbluten oder Kurzatmigkeit verspürt, sollte seinen Blutdruck ärztlich kontrollieren lassen.

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